In der Mache

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Ich habe große Wesen gesehen und erlebt
und ich habe selbst viel Unrecht verbreitet.
Nichts an mir war jemals perfekt genug.
Nun blicke ich zurück und ich weiß,
ich habe die Unvernunft zu Lebzeiten erstrebt,
ich war im Wesentlichen fehlgeleitet
und erlag dem „freundlichen“ Weltbetrug!
Jede Generation zahlt diesen hohen Preis!

Ich hätte von vorneherein gleich verstehen,
ja wissen müssen, wonach es doch stinkt!
Dann hätte ich die Verantwortung tragen
können, mich nicht opfern dürfen für ein Spiel,
das unglaublich ist (es kann nicht gehen),
weil stets der Absturz in die Scheiße winkt.
Aber danach darf man natürlich nicht fragen.
Man handelt, wie auf Befehl, nach „Gefühl“.

Dieses Gefühl hat folgendes zu besagen:
du gibst einfach was du auch immer musst!
Du darfst nicht nach den Ursachen suchen!
Du bist nur ein Bestandteil – sieh das ein!
Und nun modifiziere dein dummes Betragen,
unterdrücke deinen unqualifizierten Frust,
für dich persönlich gibt’s nichts zu verbuchen.
Wenn du an Perfektion denkst bist du allein!

Lass dich einfach vom Zeitstrom erfassen ,
hinter ihm steht ein gütiges „Erklär-es-dir-frei“.
An dieser Stelle kannst du voll interpretieren.
Was dabei rauskommt ist deine Sache!
Nun kannst du es tun, oder auch lassen,
dieses Ich-bin-mit-Freuden-egal-wo-dabei.
Was glaubst du wirst du hier noch verlieren?
Man hat dich, ganz einfach, total in der Mache!

©Alf Glocker

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Kommentare

28. Jan 2015

Dies Gedicht ist gut gemacht!
Bild auch wieder eine Pracht!
LG Axel

28. Jan 2015

Wenn man Grenzen sucht, wird man sie auch finden.
Ich "korrigiere" lieber Bücher ...
(Vielleicht ist das MEINE Grenze...?)

29. Jan 2015

Danke!
Und dann überschreiten wenn kein Stacheldraht dort ist...

LG Alf