Krähenlieder 2

Bild von Alf Glocker
Mitglied

Ascheregen, schwarze Flügel –
zeig dem Teufel, wer du bist:
ein Getreuer seiner Macht!
Sie sagt dir, du kriegst nur Prügel –
außer wenn du schnell vergisst:
Lass dich selber außer Acht!

Sei das Aas, das sie begehren –
du kannst leider niemals siegen:
Die Hässlichkeit ist überall!
Wozu solltest du dich wehren –
dich hassen Schmeiß und Fliegen,
und der Kot stinkt nach Verfall!

Diese Welt frisst ihre Kinder –
gefressen werden sie vom Mob!
(Krähen schauen müd und weise.)
Eigentlich sieht das ein Blinder,
aber keiner sagt jetzt: „Stop!“
Vogelseelen sind ganz leise!

In dunklen Schwärmen ziehen sie
in den Winter, um zu hungern!
Niemand denkt an ihre Pein!
Ihr Glauben an das Nichts, das Nie,
bevorzugt Jäger, die da lungern,
und lässt sie bald gestorben sein …

Veröffentlicht / Quelle: 
auf anderen webs.
Rechtshinweis:
Für diesen Beitrag ist eine unkommerzielle Nutzung erlaubt, alle Rechte verbleiben jedoch beim Autor/bei der Autorin.

Interne Verweise

Kommentare

24. Okt 2020

Da hat die Krähe nix zu lachen -
Gar gern lässt es der Jäger krachen ...

LG Axel

24. Okt 2020

Kluge Krähen haben starke Zehen. Haben dich im Marsch am Ar...
Tolles Gedicht. Du sitzt vor dem Krähengericht !
HG Olaf

25. Okt 2020

Die schlauen Krähen stellen sich tot –
sind erfinderisch in höchster Not.

Liebe Grüße
Soléa

25. Okt 2020

Genau, sie denken logisch und genial -
wir haben alle keine Wahl...

Liebe Grüße
Alf

25. Okt 2020

Dieses war der zweite Streich,
kommt ein dritter auch sogleich?