Meine Laute

von Alf Glocker
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Ich lege meine Laute weg!
Und auch die ach so leisen Töne.
Die scheren mich bald keinen Dreck!
Was kümmert mich das Schöne?!

Nicht Manns genug bin ich dafür:
für diese Scherze, mal am Rand,
wo echte Kerle ihr Revier
behaupten mit dem Zweckverstand.

Das Denken, ja das Dichten scheint
mir in dieser Zeit nicht angebracht.
Es war zwar gut von mir gemeint,
doch half es nichts, denn es ist Nacht!

Da nützt es nichts, mit Lichterketten,
mit vielen Mühen, ohne Rast,
auf eine Zukunft noch zu wetten,
die vor den Augen still verblasst!

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Kommentare

14. Aug 2015

Die Laute, sie hat heut es schwer!
Die laute Zeit hört sie kaum mehr...
(Eine Laute ist auch Krause!
Macht die einen Lärm im Hause...)

LG Axel

14. Aug 2015

Was bin ich froh, dass deine Gunst
nur einem gilt, das ist die Kunst!
Du kannst ja gar nicht ohne sein,
ganz ohne Kunst gingest du ein ...

14. Aug 2015

Mit Brille - nachts - wär' nicht verkehrt!
Dann siehst du: Zukunft hat noch Wert!

Ich staune immer wieder, wie toll und klug durchdacht bei dir "purer Pessimismus" klingt! Hut ab, Alf!

Viele Grüße,
Cori

19. Aug 2015

Der Dichter

Ein Abgesang dem großen Dichter ...
Mit vielen Mühen, Lichterketten,
hat er gewagt, darauf zu wetten,
dass ein Entkommen möglich sei.
Vorbei.

Was jetzt noch bleibt,
ist nicht zu retten.
Auch nicht man selbst.
Selbst, wenn man schreibt.
Man hofft nur,
er bleibt uns geneigt
und hält - ein wenig noch -
die Spur.

© noé/2015 Alle Rechte bei der Autorin