Ode an das Jahr

Bild von Perdita Klimeck
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Würd´ ich, oh Jahr,
das fast vorbei,
ein letztes Lied dir singen.
So würd´ aus jedem Tone,
für jeden Tag zum Lohne,
ein Lächeln zu dir dringen.
Und zwischen all den Klängen,
den Hoch und Tiefgesängen,
die deine Seel` berühren,
da würdest du sie spüren,
die Tränen die sich mischen,
die Melodie verwischen
und Wehmut mit sich bringen.

Würd´ ich, oh Jahr,
das fast vorbei,
eine Ode für dich dichten.
So würd´ mit jeder Zeile,
für eine kleine Weile,
ich jeden Tag belichten.
Und zwischen all den Schätzen,
den vielen Wörtern, Sätzen,
säh´st du in Zwischenräumen
hunderte von kleinen Träumen.
Die dir von Freud und Leiden,
die ´s Herz von innen kleiden,
im letzten Jahr berichten.

Würd´ ich, oh Jahr,
das fast vorbei,
eine Träne für dich weinen.
So würd´ kein Siegel brechen.
Ich könnte dir versprechen,
es blieb bei dieser einen.
Und zwischen Hoffen, Bangen,
dem Glück was eingefangen,
da fändest du dich wieder.
Ein Reigen bunter Glieder,
im Tränenglanz verblassend
und nur Erinn´rung lassend.
Ich bin mit mir im Reinen.

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