Unter ferner liefen

Bild von Soléa
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Nacktheit, in ihrer schönsten Form,
ach, wäre ich nur Baum –
einer im Winter – es wäre ein Traum,
allein die Echtheit des reinen Holzes,
gäben mir Wert die Ringe der Jahre,
tiefe Furchen, selbst die zugefügten Narben.

Das ganze Jahr über stünde ich im Hain,
einer von vielen – unter ferner liefen –
doch nie allein,
passte mich den Gegebenheiten an,
und hätte bestimmt noch meinen Spaß daran!

Es wäre egal, wenn keiner spräche –
Bäume sprechen eben nicht.
Selbst wenn ich das Gleiche wie alle trüge,
würde es mir das Baumsein keinesfalls vermiesen.

Doch leider gehöre ich nicht dazu,
obwohl es still ist, dort, wo ich bin.
Aber nackt, splitternackt, das bin ich auch,
nur leider bin ich nicht der Baum.

Bild: © Soléa P.
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Kommentare

22. Mär 2021

Die Krause ist Typ "Mammut-Baum" -
Bei mir reicht es zum Bonsai kaum ...

LG Axel

29. Mär 2021

Alles klar –
David und ein Goliath ;-)

Liebe Grüße
Soléa

23. Mär 2021

Auch mit Blick auf das schöne, idyllische Foto, gern Deinem anregenden Perspektivwechsel ins Baumsein gefolgt, liebe Solea, hätte auch so einige Vorteile ,-). Herzlich grüßt Dich Ingeborg

29. Mär 2021

Vorteile – in diesem Fall unbedingt, liebe Ingeborg. Gemeinsam, nie einsam und auch seelenverwandt …

Sei herzlich gegrüßt
Soléa

24. Mär 2021

Ja, die Ringe der Jahre, die tiefen Furchen, selbst die zugefügten Narben - das und noch viel mehr verbindet uns mit den Bäumen,liebe Soléa; außerdem bist Du eine fabelhafte Fotografin ...

herzliche Grüße zu Dir - Marie

29. Mär 2021

Liebe Marie, du liebst Wald, Baum, Natur, wie ich und ganz viele. Und manchmal gelingen auch die Bilder, einen Eindruck zu vermitteln, glaube ich, schaff ich (fast) immer.

Danke und viele herzliche Grüße
Soléa