Ohne Tage

von Heinz E. Schrocke
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Wer hat sich´s nicht schon vorgestellt:
Blind zu sein in ew´ger Nacht,
den Geliebten nie zu sehen
und nie eine Blütenpracht.
Wer rätselt nicht: wie mag´s wohl sein
ohne Sonne, ohne Licht,
ohne Wissen um die Farbe,
wenn sie im eig´nen Sinn sich bricht?

Kann die Dunkelheit dich töten,
langsam, wie der Herbst das Blatt?
Kann man liebend leben, wenn nie
das Aug´ ein Aug´ gesehen hat?
Ist es möglich, dass ein Leben
ohne jenen warmen Blick
eines treuen Angesichtes
jemals spürt ein bisschen Glück?

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