Die schizophrene Verdrehung der Begriffe

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Die Verdrehung der Begriffe scheint endlich ihren Höhepunkt erreicht zu haben! Ich stehe, staune, wundre mich – und lache über manchen Schlich! Ich frage mich, was meint man wohl, wenn man direkt vom „Bösen“ spricht? Denn das Böse gibt es nicht!

Niemand ist „böse“, niemand führt „Böses“ im Schilde, oder sonst wo, hinter dem Rücken, oder sucht euch was aus, das sich versteckt. Es existiert überhaupt nur das Gute, denn das Gute allein ist imstande zu überleben!!

Nehmen wir uns doch einmal die Raubtiere vor … Jagten sie nicht, dann würden die Pflanzenfresser derart überhand nehmen, daß es bald keine Pflanzen mehr gäbe – und so ist es ja auch! Auch die Menschen sind gut, denn sie regulieren sich selbst.

Sobald sie so schlimm spinnen, daß die alte Erde sie nicht mehr tragen kann, dann f… sie aus religiösen Gründen derart um die Wette, das Gott hellauf begeistert ist und ihnen einfach das Essen wegnimmt – weil man so viel Essen nicht mehr auftreiben kann …

Das ist aber nicht böse, nur weil es böse erscheint, also das F… und Gottes Reaktion darauf, sondern gut, denn diese Form von Strategie überlebt am längsten. Und darauf kommt es doch an – oder nicht?!

Wer das nicht gut findet – also alle, die sich nicht so gern überschwemmen lassen möchten – ist wirklich böse, nein, sogar „rassistisch“! Eine Rasse darf sich nicht in Schutz nehmen, außer sie f… was das Zeug hält und sagt: „Dies ist meine religiöse Überzeugung“! (worin übrigens das Wort „Zeugung“ ja schon enthalten ist.)

So ist es gut, scheinbar böse zu sein, weil man – mit aller Gewalt – überleben möchte und ganz gewiss nicht böse, derartige Vorgänge und Absichten „gut“ zu heißen und nicht als „böse“ zu brandmarken!

Ziehen wir doch einen Schlussstrich um die Begriffe überhaupt! Gut ist, wer böse ist, weil er dann überlebt – und überleben kann ja nur das Gute! Das ist überall nachzulesen, denn Bücher, in denen steht, daß nur das Gute überlebt (= siegt), haben ja die Überlebenden geschrieben … und die müssen es ja wissen!

Deshalb ist es auch gleichzeitig gut, das Propagierte (das Böse also) nachzulesen, damit man nicht nur selbst böse, also gut sein kann, sondern sich auch noch ganz sicher, was Gut und Böse IST!

Jetzt, nachdem wir also herausgefunden haben, was wir denken sollten, wenn wir, zumindest solange überleben wollen bis die Schwarte kracht, können wir uns wieder beruhigt dem Tagesgeschäft widmen … wen wollen wir heute ausnehmen … die Weihnachtsgans?

*

(Hab und) Gut und Böse (Zungen)

Das Gute darf man nicht beschützen,
sonst wird nichts Gutes mehr daraus!
„Der böse Schutz wird Gutem nützen",
das meint die Leber und die Laus –
die grade drüber läuft und spottet:
„Dich hab ich auch bald ausgerottet!“

Ein Gutes, das sich nicht mehr wert,
das driftet ab, ins Jenseits, schnell,
das handelt schlecht und bös‘ verkehrt.
Darum jetzt vielleicht noch der Appell:

Schaut nicht zu, wo man froh mordet
und alles Gute reichlich überbordet,
weil leider jeder sich für Gutes hält –
sonst stirbt sie aus, die gute Welt …

Dann ist und war das Böse gut!
Dann pflegt sich diese krasse Brut,
solang, bis keiner hier mehr weiß,
weshalb die Hölle – siedend heiß –
uns allen das Verderben bringt …
nur weil man auf sie das Loblied singt.

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Kommentare

04. Jul 2017

Nein - Gänse grillen bleibt verboten!
(Fürs Menschen-Killen gelten Quoten ...)

LG Axel