Die Seele des Staates 123

Bild von Alf Glocker
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(Wie das Leben so ist)

Wie ist denn, das Leben? Allen bestätigten Gerüchten nach, ist es schön! Sonst nichts! Doch! Harmlos ist es auch noch! Und vertrauenerweckend noch dazu!

Vater hat Mutter geheiratet, weil sie so nett zu ihm war und Mutter hat Vater gewählt, weil sie ihn für edel, hilfreich und gut hielt. Dann haben sie sich ganz fest ein paar Kinder gewünscht – und so ist unsere Familie entstanden…

Alle Verwandten waren sofort begeistert von dem was Vater und Mutter getan haben, um zu werden was sie sind: Vater und Mutter! Zusammen leben sie in einer Stadt, einer größeren Gemeinschaft, die aufeinander angewiesen, auf jede nur erdenkliche Rücksicht nimmt.

Viele Städte, Felder, Wälder, Tiere und Sachen, ergeben ein Land. Ein Land, in dem nur getan wird was jedermann nützlich ist. Dafür gehen Vater, Mutter, die Verwandten, ja, sämtliche Bürger zur Wahl, wo die klügsten des Volkes ausgesucht werden, um Regierungsaufgaben zu erfüllen.

Dabei wird das Leben immer noch schöner, immer noch harmloser, immer noch vertrauenswürdiger und jeder, der es genieß kann sich freuen überhaupt da zu sein. So ist es doch – nichtwahr?!

Oder haben Vater und Mutter listenreich umeinander gebuhlt? Haben sie sich genommen, um Vorteile für sich zu erringen? Wurden ihre Kinder zur Bestätigung ihres Egoismus gezeugt? Haben sie sie sich gegen die Verwandtshaft durchgesetzt, um die ersehnte Befriedigung zu erreichen?

Mussten sie sich gegen andere Familien behaupten, um dem eigenen Blut eine gewisse Vormachtstellung zu sichern? Haben sie versucht, zum eigenen Nutzen und ohne Ansehen der dabei entstehenden Schäden für die größere Gemeinschaft, wie auch der Umwelt, sich einfach nur zu bereichern?

Ist das Leben dabei immer gefährlicher, immer hinterhältiger, immer schonungsloser geworden? Und – können es vielleicht nur die tatsächlich genießen, die entweder unter glücklichen Umständen geboren wurden, oder die Raffiniertesten, die Brutalsten, die Intrigantesten waren?

Nein, um Himmels Willen nein, so kann es niemals gewesen sein! So darf es nicht gewesen sein! Wo bliebe denn da der Sinn? So ist doch weder die Natur, noch irgendeine Eigenschaft der wir unser Existenz überhaupt zu verdanken haben…

Und wenn, dann distanzieren wir uns aufs Schärfste davon! Wir sind anders! Warum also sollten wir zugeben, daß ein solches Gedankenmodell realistisch sein könnte?! Weil wir dann etwas dann ändern müssten?

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Kommentare

09. Feb 2016

Das Leben, es ist wirklich schön!
(Das kann man ja am Bildschirm sehn...)

LG Axel

09. Feb 2016

Sicherlich muss sich immer etwas ändern. Aber solange der Mensch existiert war das nie anders. Leider.
L.G. Monika