Zukunft - Page 2

von Unbekannt Erzählt
Mitglied

das er es nie erfahren müsste.
Sie lernte das Gefühl kennen Freundinnen zu haben die ihr Geheimnisse anvertrauten , mit ihr neue Kleidung kauften und Fotos machte um Erinnerungen zu teilen.
Eigentlich müsste sie mehr als Glücklich sein, sie müsste jeden Tag mit einem Lächeln einschlafen und wieder aufwachen, doch etwas sperrt diese Gefühl, es ist die Angst die sie hat, die Angst die sie von der Vergangenheit mit genommen hat, die Vergangenheit die sie nicht los lassen will, die Vergangenheit mit der sie über niemanden reden kann. Sie war ein neues Mädchen, sie hatte ein neues Leben und in diesem Leben hat die Vergangenheit kein Platz mehr, sie darf kein Platz haben.
Sie trug immer lange Klamotten damit nie jemand ihre Narben sehen konnte, sie wollte nicht dass sie jemand sieht, sie wollte nicht das andere sie fragen warum sie diese Narben hat und wie es passiert ist. Sie wollte ihr neues Leben nicht wieder kaputt machen in dem alle die Wahrheit über sie erfahren also musste sie es verschweigen und verstecken koste es was es wolle.
''bin ich je Perfekt?'
6.
18 es war ihr 18 Geburtstag, Ihre Familie gab ihr viele Geschenke und es wurden viele Fotos gemacht, es gab ein großes Frühstück und alle waren Glücklich sie sangen das Geburtstagslied auf alle möglichen Sprachen, Ihr Bruder rannte um den Tisch herum und schreite Geburtstag Geburtstag und sprang auf ihren Schoß, wie groß er geworden ist..
Sie pustete die Kerzen auf ihrem Kuchen aus und wünschte sich das alles genau so bleiben soll wie es ist.
Ihre Freunde plante eine große Feier, natürlich durfte der Alkohol nicht fehlen, man wird nur einmal 18 und wenn man 18 wird dann auch richtig.
Eine Halle wurde organisiert und viele Leute kamen, es wurde getanzt und getrunken, gelacht und Fotos geschossen, sie lernte viele neue Leute kennen und darunter einen jungen Mann..Ein Junge wie aus dem Bilderbuch beschrieben, groß und breit gebaut, seine Haare saßen perfekt, seine Augen so klar und Blau wie das Meer, seine Hände sanft wie Seide und dennoch groß und stark. Er hatte ein Lächeln wie von Engeln gemacht und ein Lachen das man nicht missen will. Ein so perfekter Mann..
Sie unterhielten sich den ganzen Abend, tranken einen Drink nach dem anderen und tanzten bis Schweißperlen auf der Stirn auftraten und ihr Körper vor wärme glühte.
Sie konnte die Augen nicht von ihm lassen, vielleicht war es der Alkohol der ihr den Mut gab, aber sie kam ihm immer näher, ihre Lippen näherten sich, er schloss seine Hände um ihre Hüfte und sie küsste ihn. Es war ihr erster Kuss und es war perfekt. Sie vergaß alle Menschen Drumherum, es gab nur noch die Musik, sie und Ihn, sie wollte nicht aufhören und konnte nicht genug bekommen, er war eine Droge für sie, eine wunderschöne und perfekte Droge.
''bin ich je perfekt?''
7.
Sie konnte die ganze Nacht nicht schlafen, ob es der Alkohol war der ihr eine gratis Karusselfahrt spendierte oder dieser Junge und der perfekte Kuss, wusste sie am nächsten Morgen nicht mehr. Sie trank eine Tasse Kaffee und versuchte wieder zu Sinnen zu kommen, zog sich ihre Sportsachen an und lief durch die Stadt, sie sah Bäume die ihre Blätter verloren und in vielen verschiedenen Farben die Straßen schmückten, sie lief an den Häusern vorbei mit großen Gärten in denen Kindern Ball spielten, sie schaute in den Himmel und sah eine Stück Sonne zwischen all den Wolken und genoss den Wind in ihren Haaren.
Sie erwischte sich selber mein Lächeln als sie an dem Haus vorbei lief in dem er wohnt, sie sah ihn bei einer Unterhaltung mit seinem Vater und blieb vorne stehen als sie merkte das er sie sah..Er lächelte..Er verabschiedete sich von seinem Vater und ging mit großen Schritten auf sie zu. Ihr Herz erstarrte und ihr Bauch verkrampfte sich, sie kannte das Gefühl nicht und wusste nicht wie sie es beschreiben sollte und dann stand er direkt vor ihr, sah in ihren Augen und griff ihre Hand.
Es war ein Gefühl als ob Monate vergingen als sie so da standen, als würde jede Jahreszeiten an ihnen vorbei gehen und Kalender Blätter runter fielen. Ja es war Liebe. Es nannte sich Liebe, das Gefühl das sie nicht beschreiben konnte.
Sie unterhielten sich und lachten über den Abend, redeten über den Kuss und über weitere treffen. Als er rein gerufen wurde verabschiedete er sich mit einem Kuss auf ihre Wange und lächelte sie an.
Zu Hause angekommen, machte sie die Tür hinter sich zu und legte sich ins Bett und fing an zu lachen, sie fing glücklich an zu lachen. Ihre Pflegemutter ging ins Zimmer rein und wollte wissen was passiert ist das sie endlich so lauthals und glücklich lachen konnte, sie erzählte ihr von der Feier, von dem Jungen und dem Kuss, von weiteren treffen und wie glücklich er sie machen würde, wie glücklich sie endlich ist.
Sie fragte ob es wirklich wahr sein konnte und womit sie das Glück verdient hätte.
''bin ich je perfekt?''
8.
Es folgte das erste Treffen.
Man sah den beiden die Liebe an, sie konnten die Fingern nicht voneinander lassen und die Blicke wichen nie weg, sie waren beide verliebt, beide so glücklich und so ging es wochenlang.
Unzertrennlich beschrieben sie ihre Freunde, neidisch waren viele, aber jeder hatte sich für die beiden gefreut.
Hand in Hand gingen sie durch die Stadt, gingen ins Kino, hörten Musik und teilten sich ein Eis. Es war etwas Besonderes. Sie teilten ihre Geheimnisse miteinander und versprachen sich immer die Wahrheit zu sagen und nichts zu verschweigen.
Sie wusste das sie ihm immer etwas verschweigen muss, das sie ihm nie zeigen darf wie er leben damals war und was sie für ein Mensch.
Sie hatte den perfekten Menschen gefunden mit dem sie ihr Leben teilen will.
Er gab ihr ein Ziel im Leben, er gab ihr ein Grund und zeigte ihr jeden Tag was für ein Wert sie hat. Er liebte sie und sie liebte ihn.
Liebte sie ihn genug um ihm die Wahrheit irgendwann anzuvertrauen? Ihm die Narben zu zeigen und ihre schwache Seite zum Vorschein zu bringen?
Sie wusste das Liebe, Körpernähe bedeutet und das er nicht weitere Monate warten kann, sie wollte es auch nicht aber wie soll diese nähe sie davor schützen das er die Narben nicht sieht..
Sie stand vor ihrem Spiegel und sah sich die Narben an ihren Armen an, überlegte wie sie diese Narben verbergen kann, ihre Vergangenheit verbergen kann und ihm die nähe geben kann die sie sich so sehr wünscht.
''bin ich je perfekt?''
9.
Es kam der Abend, der erwartende Abend, sie freute sich so sehr auf Ihn und vergaß all ihre Sorgen, jetzt war nur Er wichtig und der Moment, der endlich gekommen war.
Sie machten sich einen wunderschönen Abend, kochten zusammen, aßen zusammen, sie machten sich Kerzen an und hörten Musik. Sie kam sich immer näher, küssten sich und berührten sich. Sahen sich immer wieder in die Augen und lächelten glücklich, er zog sich sein Hemd aus und ließ seine Lippen nicht von ihren los. Ihr wurde immer wärmer und sie wurden immer mehr Kleidung los, er legte sie langsam aufs Bett, er sah in ihren Augen und sie erwiderte ihre Lust mit einem leidenschaftlichen Kuss. Beiden wurde immer wärmer und beide wurden immer erregter. Der Duft der Kerzen lag in der Luft, sie spürte seine Hände an ihrem Körper, an ihrem Hals folgten zärtliche küsse, sie stöhnte und genoss seine Berührungen.
Er glitt langsam mit seiner Hand an ihrem Bauch hinunter, küsste ihre Lippen und versank seine Hand zwischen ihren Beinen, sie zuckte und krallte sich an seinen festen Schultern fest. Er küsste sie immer wilder und sie genoss jede Sekunde der Körpernähe. Er drückte sich mit seinen Armen über sie und blickte in ihren Braunen von Leidenschaft erfüllten Augen, Er spürte Ihren ganzen Körper und sie spürte seinen warmen Atem am Hals. Sie wurden immer erregter, Er packte sie an der Hüfte und drehte sie auf Ihn, sie setzte sich auf ihn und bewegte sich auf und ab, legte ihren Kopf nach hinten und hörte wie er schweren Atems stöhnte und sie an den Armen packte. Sie spürte ein Gefühl was so unbeschreiblich war, sie wurde lauter und schrie ihre Lust raus, sie konnte nicht mehr und gleichzeitig fühlte sie sich so erleichtert.
Er hielt sie fest und schmiss sie wieder auf den Rücken, beide schwitzten von der Wärme und küssten sich schweren Atems bis er die letzte Bewegung machte die beide zum Zucken brachte. Für die beiden vergingen Stunden, die schönsten Stunden die sie je hatten, die sie sich je erträumt hätten. Sie lagen beide da und er legte ihren Arm um seinen Hals und küsste ihre Narben, schenkte ihr ein lächeln als sie ihm mit Tränen in die Augen sah.

10.
Sie wachte auf, als sie spürte wie seine Hand über ihren Narben strich.
Er sah Sie nur an, aber sagte kein Wort denn das war nicht nötig. Seine Augen drückten aus was keine Worte je könnten.
Es war keine Trauer die Sie in den Augen sah, kein Mitleid keine Wut und auch keine Enttäuschung. Es war Schmerz, ein Schmerz den man nicht beschreiben kann.
Die ganze Nacht lief im Schnelldurchlauf durch Ihre Augen, sie spürte plötzlich jede Berührung von Ihm an Ihren Narben, Jeden Finger der drüber Strich, Jeden Kuss Seiner Lippen und jeden warmen Atem.
Ihr blieb die Luft weg, die vollen roten Lippen brachten kein Wort raus, nur schwerer Atmen und verschluckte Worte.
Sie riss die Bettdecke weg, packte die Kleidung die sie schnell fand, er rief ihr hinterher und wollte sie aufhalten, aber Sie lief ohne einmal zurück zu sehen ließ Sie Ihn stehen.

Angekommen war Sie am See, schwarze Ballerinas, die kurze schwarze Jeans, die von Seinem, Ihr viel zu großes weißes Hemd nicht mehr zu sehen war.
Ein Lächeln gefolgt vom Kopfschütteln fuhr Ihr übers Gesicht bei dem Anblick der Kleidung, doch verschwand es wieder als sie das erste mal wieder zurück sah.
Das ältere Ehepaar von nebenan saß auf der Bank, sie lachten so glücklich beim Anblick der kleinen Entenfamilie bei ihrem Spaziergang, Die Augen leuchteten beim zuhören des Gesangs der Vögel und Ihre Hände trafen sich als Sie die Kinder beim Streiten eines Spielzeug Autos beobachten.
Sie weinte, Sie weinte so sehr das Sie Ihren Bauch umfasste und am Steg des Sees auf die Knie fiel.
''bin ich je Perfekt?'

Er klingelte an Ihrer Haustür, doch die Familie sollte Ihn abwimmeln, er rief Sie immer und immer wieder an, schickte ihr hunderte von Nachrichten, Ich Liebe Dich. Du fehlst mir, bitte rede mit mir aber er bekam nie eine Antwort.

Fortsetzung...

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