Gespenstisches – 13. Die Gespenster und die Träume

Bild von Alf Glocker
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Aufruf in der Gespensterwelt: „Dringt in die Traumblasen ein! Wollen die Menschen erreichbar sein? Ob sie wollen oder nicht – wir bringen gern das Himmelslicht, das die Menschen oft verweigern. Und wenn die Uhren mit den Zeigern auf zwischen Null und Garnichts deuten, dann erreicht sie unser Läuten, aus der Zone ohne Zeit. Und wir geben das Geleit!“

Wenn sie sich im Schlafe wälzen, kommt die Wahrheit leicht, auf Stelzen, und sie zeigt dann weite Räume, abseits aller Blasenträume. Wir entdecken euch das Licht, das sich im klaren Denken bricht. Und, nachdem ihr das nicht könnt, weil ihr keine Reue kennt, die euch weiterbringen kann, schlagen wir euch in den Bann:

Nirgends müsst Ihr euch verstecken, sondern nach der Decke strecken – nicht die, unter der ihr euch befindet (wo man sich oft ewig bindet) –, die über euren Köpfen thront, wo der Erkenntnis Mühe wohnt, die allein uns weiterbringt und sich nicht ans Geld verdingt! Lasst euch nicht dauernd irritieren, sonst werdet Ihr euch noch verlieren!

Reden kann der Schwachsinn viel – trotzdem bleibt ihr lieber kühl! Lasst uns wirken in der Nacht, dann habt ihr später gut gedacht. Respektiert, was wir euch sagen, dann werdet ihr in allen Lagen begreifen, was man mit euch macht – nur klar gedacht ist gut gedacht! Falsche, schlechte Weltparolen wollen euch im Ernst verkohlen!

Nichts geschieht allein zum Spaß! Die Reichen werfen euch zum Fraß all den Idioten vor, die da rufen, „Noch ein Tor“ – womit sie nicht den Fußball meinen! Nein, sie werfen mit den Steinen der Vermessenheit nach Geistern, die ihr Schicksal blendend meistern, weil sie sich nicht täuschen lassen, wie die gehirngewaschnen Massen …

Hört, wenn still die Kerzen glimmen, auf die tief verborg’nen Stimmen, die euch von einer Wahrheit flüstern, die in den heißen Raubtiernüstern der wilden Stämme stets verhallen, weil jene nur die Fäuste ballen, um eine Welt zu garantieren, in der sich Recht und Glanz verlieren, was einst von weisen Philosophen, als Gegenmittel zu den Doofen …

erfunden wurde, um zu sein: Ein Mensch, ganz ohne Heiligenschein, der sich erfrecht, das zu verstehen, worum sich die Gestirne drehen – was wohl keinen Gott erschreckt, der teuflisch im Detail dort steckt, wo ihn die Tiere nicht vermuten, die sich froh nach rückwärts sputen. Die Unvernunft ist riesengroß, drum lasset die Gespenster los!

Wir allein sind hochbefugt, zu zeigen, was aus Tiefen lugt, die unbewusst in Seelen schlummern, die weder Sklaven sind noch Nummern, sondern wahre Hoffnungsträger – nicht immer nur bigotte Schläger, deren Herzen träge sind, vielleicht nur wie ein Blatt im Wind, zu Boden sinken, wenn man schreit: Steht auf und schlagt die andern breit!

Wir führen euch in sanfte Sphären, die euch den Einblick gern gewähren, wenn ihr euch nur auf euch besinnt – denn wer sich wagt, der sich gewinnt! Wenn ihr dann aufwacht in das Leben, wird sich ein and’rer Blick ergeben. Einer, den ihr zwar geahnt, jedoch im Ganzen nicht erkannt habt, wenn ihr ehrlich sprecht: Nur das Echte ist auch echt!

Was euch auch immer vorgelogen – so sehr, daß sich die Balken bogen – im Mainstream schamlos präsentiert, das ignoriert, das ignoriert! Seid aufgeschlossen und modern, auf einem unverfälschten Stern, der euch in Zeiten transportiert, wo man die nicht absorbiert: Logik, Phantasie und Kraft – im Zentrum höchster Wissenschaft!

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Kommentare

15. Jun 2020

Als Geist ist man heut angeschmiert -
Zumal die Bahn kaum funktioniert ...

LG Axel

15. Jun 2020

Wir reisen mit der Geisterbahn -
das Beste was man machen kann...

LG Alf