Verschizidiotisierte Un-Zweifel-Taten

von Alf Glocker
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Verzweiflungstaten sind Verzweiflungstaten, oder es sind keine Verzweiflungstaten, die begangen werden, von Leuten wie z.B. Montezuma... Dann gehört es in den Bereich der Brauchtümer. Brauchtümer wiederum sind der Trost armer Bevölkerungsschichten – und zwar auf allen kulturellen Stufen ... überall in der Welt!

Denn die Menschen sind – wenigstens vorläufig noch – so ein bisschen geographisch voneinander getrennt...wenn auch nicht mehr lange. Und deshalb haben sich Phänomene wie „Brauchtümer“ entwickelt, die wahnsinnig oft gar keine sind, sondern einfach nur Absurditäten.

Das heißt: die einen haben kein Gewissen und die anderen können sich keines leisten – besonders wenn es zum Zusammenstoß von unterschiedlichen Gruppen mit „Brauchtümern“ kommt, die sich aus verschiedenen Gründen verschieden entwickelt haben. Aber das ist vorläufig noch zu hoch für Otto, Friedrich, Helmut, Kurt und Konsorten.

Klar ist jedoch, daß Karl - sollte er groß genug sein - gerne mit Leuten zusammenarbeitet, die es mit Menschenleben nicht unbedingt sooo genau nehmen, weil sie an die eigene Not und die ihres unglaublichen Nachwuchses denken müssen, wollen, sollen, oder mit Begeisterung – wie es (ihnen) eben gerade kommt.

Dann darf man keine Bedenken haben, was ungefähr keine Vorurteile bedeutet, insofern man gewillt ist, den Großverdienern den Weltkinderspielplatz zu überlassen. Wir denken auch nicht daran, was einmal dabei herauskommen wird, denn der Markt muss ja unbedingt frei bleiben.

Dadurch verwischen sich aber ganz leicht und vor allem heutzutage, sehr schnell die Ergebnisse der Evolution. Sie werden von der Finanzmacht an sich, nicht etwa der ganz speziellen Organisationen, aufgeweicht – wobei die wirklich echten Reichtümer des Lebens meistens direkt interessierte Käufer finden (Sklaven- und Heiratsmarkt), denen jedoch ohne Weiteres blöder Hochmut nachgewiesen werden könnte.

Aber auf diese Weise funktioniert die Irreführung des sogenannten „Verstandes“ reibungslos – spielt doch die ausschlaggebende Rolle der Ertrag an Möglichkeiten, bei denen es kein bisschen darauf ankommt, wer sie erhält, sondern einzig, ob man dazu kommt. Zu Erträgen aber gelangt man nur durch die Pflege von schöngeredeten „Brauchtümern“.

Diese wiederum können zwangsläufig nur in Verzweiflungstaten von solchen Leuten münden, die entweder kein Gewissen haben, oder in vorgetäuschten Notwendigkeiten von anderen Leuten, die sich kein Gewissen leisten können, weil sie sonst in winzige Schwierigkeiten in Ertragsfragen kämen. Der sich daraus ergebende Lernprozess ist aber wohl leider für „aufgeklärte“ Gehirne zu schwierig! Da kann man eben nichts machen...

*

Brauch-Un-Ge-Tümer

Ich brauch ein Tum,
das ist mir klar -
nicht druum heruum
red ich, doch wahr -
ist leider auf der Welt,
ganz wie bestellt:
das Geld, das Geld,
das Geld, das Geld!

Es macht nichts aus,
es bringt nichts ein,
wenn brav im Haus
du bist - sollst sein,
ein Bruder allen,
wem zum Gefallen?
Dem Fallen, dem Fallen,
dem Fallen, d e n Fallen!

Was ich auch bin,
es macht mich groß -
ich heb' das Kinn!
Ich lass das los,
was mich bedrückt.
Das ist geschickt,
s' wird abgenickt.
Ich bin verrückt-verrückt,
ückt-ückt, ja, ückt!

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Kommentare

18. Aug 2016

Manch Brauchtum kann man gar nicht brauchen -
Kann es bloß in der Pfeife rauchen ...

LG Axel

19. Aug 2016

Wer nur lebt nach einem Brauch
steht auf dem Schlauch!

Danke Axel

LG Alf

20. Aug 2016

Der Sinn solch "Tums" ging längst verloren,
bevor der jüngste Sproß geboren.
Doch hält man eisern daran fest,
weil - was man hat - man nicht loslässt.