Viel zu nüchterne Betrachtungen?

von Alf Glocker
Mitglied

Angesichts der vielen, nein unübersehbar vielen Missetaten auf der Welt, neigt der Bürger – intellektuell überlastet wie er ist – dazu, sämtliche vorhandenen Fakten zu vereinheitlichen.

Das hält ihn bei guter Laune und das lässt die Situation, in der wir uns ja neuerdings alle, nicht nur die Leute einer bestimmten Region, befinden, nicht aussichtslos erscheinen.

Man hört „da oder dort ist wieder einmal jemand, oder eine Menge Jemands umgebracht worden, vergewaltigt, bestohlen, verprügelt, entführt, misshandelt“ – alles, was das Herz nicht begehrt ...

Sofort geraten wir NICHT in Panik, denn es passiert etwas, was schon immer passiert ist, jede Epoche hat es schon einmal erlebt. Niemand kann sich dem entziehen, wenn das so gewollt ist. Also: Schwamm drüber!

Asche zu Asche, Staub zu Staub und den Schnee von heute zu dem von gestern, damit wir nicht selber von gestern sind, sondern uns einfügen in das Geschick der Welt, mit der wir untrennbar(?) verbunden sind.

DIE Mühe nachzufragen, WER WAS, WANN getan hat, ist überflüssig. Die Frage nach dem WARUM sowieso, denn darauf kommt es nun wirklich nicht mehr an. Letzteres ist zwar traurig, aber so richtig wahr!

Alle, die sich verrückt machen wollen, könnten sich nun natürlich dafür interessieren, auf welchem Niveau die Untaten begangen wurden, aber dann kämen wir ja in Schwierigkeiten. Wir müssten unterscheiden lernen ...

Dabei käme dann so manches ans Tageslicht. Z.B. daß der Mensch generell grottenschlecht ist. Das könnte bis zu einer hoffentlich baldigen Genmanipulation auch so bleiben.

Aber bis dahin wäre es doch irgendwie nützlich herauszufinden, ob nun ein Gremium feiner Damen und Herren Mordaufträge vergeben hat, oder ob vielleicht so was Ähnliches wie Menschenfressender unterwegs waren.

„Ist es nicht völlig egal, wer mich wann beseitigt?“ werden nun ein paar sehr logisch denkende Wesen sagen – aber wenn wir uns die Mühe machen neutral zu denken und niemanden, seiner Art wegen begünstigen ...

dann kommen wir doch eindeutig zu dem Schluss: NEIN! Die kulturelle Stufe, auf der Verbrechen begangen werden, entscheidet schließlich mit über unsere Zukunft. Und wenn wir nichts anderes zu erwarten haben, dann sterben wir doch am besten auf dem höchstmöglichen Niveau!

Veröffentlicht / Quelle: 
auf anderen Webseiten

Buchempfehlung:

398 Seiten / Taschenbuch
EUR 14,80
Rechtshinweis:
Für diesen Beitrag ist eine unkommerzielle Nutzung erlaubt, alle Rechte verbleiben jedoch beim Autor/bei der Autorin.

Interne Verweise

Kommentare

22. Feb 2017

In Partnerbörsen: nur "Akademiker und Singles mit Niveau" -
Weshalb ist dies beim gemeinen Gangster nicht ebenso?!

LG Axel

23. Feb 2017

Da falle ich doch jedesmal mit Pauken und Trompeten durch: kein Niveau und nichtmal Gangster

LG Alf

23. Feb 2017

Mordaufträge sind die einzigen Auswege der Niedertracht,
ihre Vorherrschaft zu sichern.
Der Geist verlässt sich da auf seine Stärke.
Die feigen Hintermänner auf die Herde.

LG. Waldeck