Mondfühlig - Planet mit Trabant

Bild von Johanna Blau
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Wellenkamm bricht über meinem Haupt zusammen als widerloses Kunstgebilde in Sekunden verschwunden und wieder ein Wasserraum ungeteilt und willenswarm verherrlicht anzuschauen.
Endlich meine Pein im Wellensein, herabwirbelnd seh ich Niederkunft im Grazienschleier eingetunkt, Stempel auf Geburtsurkunde, Namensstunden runden die Weltenseele auf, verzeih ich bald der Geschichte ihren Lauf und weine doch für immer.
Liebkosend das Brett der Wörter, klackklackklack in der Maschine unter meinen Fingern und aufgeschrieben an die Götter meinen Wunsch nach Gutem Leben für alle Wesen.
In der Welt darunter, darüber, drumherum. Wer ist schon dumm? Ohne zu sagen, was in die Herzen schwärmt, in der Dunklen Stunde. Ohne die Nacht verhärmt die Größte Runde zu Diensten in den Heiligen Erhabenheiten, um zu streiten, lässt sich die Zeit erkunden, danach schlägt die Uhr in die Köpfe ihre Einheiten, die uns begleiten ohne Gezeiten, immer nur dass scheinbar ruhige Wasser.
Vermeintlich geglättete Gefühle spiralen endlos hinab und hinauf mit bauchiger Mitte.
See nur ich, schau hinauf zum Trabanten des Planeten Erde und in mir schaukeln die Wellen und ohne mich tönt der Wölfe Ruf in die Höllen meiner Seelennacht, welch bodenlose Pracht.

Mir zugetan bin ich auf weichen Höhen und in mächtigen Tiefen, nur die Mitten geben nicht gern acht auf die Gedanken meiner Mächtigkeit.
Tagtraum in Wellen, der Schlüssel ist der Gral eines Menschenlebens.
Die Tür ist reine Scheinbarkeit.
Ewig gesucht um aneinander irdisch bleibend vergebens offenbar zu werden.
In Scherben Einigkeit, aufgekehrt für die nächste Flasche voller Luft und Hoffnung.
Zwei plus Ich, die Lösung einer Gleichung ohne Mitte, science fiction in Aktion für eine übersichtliche Erinnerung.
Nimmermeer das Du erhörend ohne den Zauderer bei seiner Arbeit zu betrachten.

Innerlich scheint das Licht zu blenden die Zauberin, die in den Westen flieht vor allen anderen.
Das Brot bricht um die Zeit des Glockenschlages. Meine Wenigkeit weiß nichts von leiblicher Bedrohung und wie ich sagen kann; flieh, Verdamm ich meine Stimme, die floh vor Schimmer und Wahrheit.
Will noch immer glühen: warm verdunstend schön.
Meine Seele in die Welten entsenden, dort wenigstens Frieden säen, und Licht und Wärme spenden.
Denn diese wird untergehen, ohne dass der Ball aus Feuer Notizen macht.
Verendet an Zuviel des Guten und zuwenig von Allem.
Die Ungleichheit der Macht hat uns zu Fall gebracht.

JB-08-2020

Foto: JB, August 2020

Hörbuch:

JB, November 2020

Interne Verweise

Kommentare

23. Aug 2020

Den Wellen wohl war - ungelogen -
Der Leser äußerst stark gewogen!

LG Axel

21. Okt 2020

Vielen Dank lieber Axel, ich weiß es zu schätzen.
Liebe Grüße, Johanna