SHIGARA

von Christian Karis
Mitglied

Vor langer Zeit nutzten die Menschen eine geheimnisvolle Macht namens "Magie". Ganze Völker und Kulturen stiegen und fielen mit ihr.

Sie brachte ihnen für über tausend Jahre Frieden und Wohlstand. Ihr Reich war weit größer als die ihnen bekannten Lande auf Antáana. Irgendwann jedoch begehrten viele ihre Macht für sich und sie betraten dunkle Pfade in ihrer Gier, doch diese führten nur in ihr Verderben.

Diese Meister der Magie und Technologie lehnten sich damit gegen ihre Götter auf indem sie das Heilige Versprechen missachteten. Für diesen Akt der Blasphemie und des Verrats sollten sie für immer mit dem Fluch von Samá bestraft werden.

Am Ende wüteten Kriege und Zerstörung machte sich breit als die Magier die letzte große Schlacht um ihre Vorherrschaft austrugen.

Es gab keinen Gewinner. Durch Samás Fluch geriet die Magie mehr und mehr in Vergessenheit, ebenso wie die großartige Zivilisation, die sie hervorgebracht hat.

Was immer das Leben mit Licht erhellt, bringt ebenso Dunkelheit mit sich.

Prolog

Ágara. Eine Stadt am Fuße der Bosrek-Gebirgskette, an der Grenze zwischen dem südlichen Kalifat von Rijab und der unendlichen Wildnis der Wüste Teb, dem Tor zu den unbekannten Ländereien, von Menschen unbewohnt und unbewohnbar. Von den Bergen geschützt, doch trotzdem in ständiger Gefahr schwebend, von dem Heiligen Königreich Shigara westlich des Gebirges erobert zu werden, denn diese sind nicht unpassierbar. Zwar ist Shigara, das das größte Reich der Menschen im fruchtbaren westlichen Teil des Kontinents von Antáana bildet, hauptsächlich ein Reitervolk und die Truppen des Königs sind auf das Kämpfen zu Pferde spezialisiert, was einen Einmarsch von den Bergen aus zwar unwahrscheinlich aber nicht unmöglich macht. Sollte das Heilige Königreich allerdings zuerst Bahara, die Hauptstadt des Kalifats im Westen einnehmen, die nicht eine solch günstige Lage zu ihrem Vorteil nennen kann, so wäre Ágara gänzlich vom Rest der Menschenwelt abgeschnitten und würde entweder verhungern oder den Angriffen der Wüstenschrecken zum Opfer fallen, falls sie sich nicht ergeben.
Die Friedlichkeit der Stadt und das Tagwerk ihrer Bewohner wurde jäh durch den Ruf des Kommandanten unterbrochen, auf den eine Salve Pfeile folgte, die gen Himmel gerichtet waren. Über der Stadt flog ein Vogel, der seine Kreise zog und es war kein normaler Geier oder Wüstenadler, der den Soldaten weit weniger ein Dorn im Auge wäre. Dies war keine einfache Taubenjagd. Er war viel größer und flog höher über der Stadt als normale Vögel in dieser Region. Viel eher machte der, der auf dem Intikazú genannten Vogel reitete, den Schützen Sorgen. Die präzise geschossenen Pfeile hätten genau getroffen, doch der Reiter winkte in einer Handbewegung nach oben und alle Pfeile verloren ihr Momentum und flogen gen Boden. Der Reiter drehte den Vogel um, der so groß war wie ein Pferd und formte mit seinen Händen einen Bannkreis aus violetter Energie. Der Kreis in Gestalt eines sonnenförmigen Rings enthielt eine Kugel, gefüllt mit magischer Kraft und ringsherum befanden sich arkane Zeichen, die vor Energie glühten. Mit einer Bewegung nach vorne entfesselte der Reiter seine Kraft und die Kugel flog in Richtung der Stadt. Sie traf eine Mauer und verursachte eine riesige Explosion. Menschen flogen in hohem Bogen von der Mauer, große Steine fielen hinunter und zerquetschten Menschen, die von ihnen getroffen wurden. Der Reiter grinste in hämischer Zufriedenheit und Erleichterung. Nur eine Handbewegung reichte für einen Angriff aus, der eine klaffende Wunde in der Verteidigung der Stadt hinterließ. Menschen schrien in Panik und Trauer und versuchten in den Häusern der Stadt Schutz zu suchen, wohlwissend, dass sie vor einer solchen Macht in den Bauten aus Lehm und Sandstein keine Chance vor einem erneuten Angriff dieses Kalibers haben würden.
Von der Explosion alarmiert kam der Leutnant der Garnison aus den Gassen um sich den Schaden anzusehen und traf auf einen Soldaten.
"Was ist passiert, Soldat? Melden, sofort!
"Es gab eine riesige Explosion! Der Nordwall ist gefallen. Wir wissen nicht, wie das passieren konnte."
"Was..? Wie ist das..?" stammelte der Leutnant entsetzt und ungläubig. "Sofort mehr Bogenschützen an die Türme! Ich will, dass ihr mir den Vogel abschießt, um jeden Preis!"
"Zu Befehl, Leutnant!"
Der Leutnant kam aus der Gasse heraus und konnte seinen Augen nicht trauen, als er sah, wie breit die Lücke in der Stadtmauer und wie groß das Ausmaß der Zerstörung dieses Angriffs war. Häuser sind kaum mehr noch als Ruinen und Menschen waren unter den schweren Steinen gefangen, ihre Körper waren von der Wucht des Aufpralls zerquetscht, doch sie lebten noch und schrien gequält um Erlösung. Manche waren nur noch ein Oberkörper, die wie Schnecken versuchten nach vorne zu kriechen, während sie eine Spur aus Blut hinterließen.
Darauf waren wir nicht vorbereitet dachte der Leutnant in Entsetzen. Diese Stadt hat bisher allen Angriffen standgehalten. Wer hätte allerdings mit so etwas wie einem Luftangriff rechnen können? Und wer könnte bloß solch eine Waffe haben? Die Mauern sind mit einem Schlag zerstört worden. Wir haben kaum eine Chance, dagegen etwas auszurichten...
Am Himmel sah er in der Ferne etwas aufblitzen. Bei genauerem Hinsehen sah er, dass das der Vogel sein musste. Er schien auf ihn zuzufliegen. Er konnte vage den Reiter des Intikazú erkennen, doch er wurde von dem sternenförmigen violetten Blitzen verdeckt. Es wurde größer und größer, bis es plötzlich ruckartig nach vorne geschossen kam. Es zielte auf einen der Schützentürme und entlud sich in einer zweiten Explosion, die den Turm vollständig zerstörte. Die großen Steine, aus denen er bestand, die man nur durch die Kraft von fünf Sklaven bewegen konnte, flogen in hohem Bogen in die Stadt und zerstörten die Häuser und töteten die Menschen. Ein Stein flog gefährlich nah in die Richtung des Leutnanten und traf einen Soldaten, der in seiner Nähe stand. Er wurde durch die Wucht des Aufpralls zerquetscht und eine Lache Blut spritzte den Leutnanten an, während das Gesicht des toten Soldaten ihn ungläubig anstarrte. Voller Entsetzen, dass er ebenso an der Stelle seines unglücklichen Untergebenen hätte sein können, wäre er nur ein Paar Meter weiter vorne gewesen, stand er wie gebannt da.
Was? Das kann nicht... dieser Vogel... Diese Macht, das ist unmöglich! Wie kann er..? dachte er vor lauter Aufregung. Das muss das Werk eines Magiers sein, aber... Was sucht dieser

Die ersten Seiten meines neuen Romans "SHIGARA" an dem ich arbeite. Ich möchte ihn ebenfalls als Manga herausbringen. Ich werde nur das und höchstens noch ein oder zwei Kapitel hier hochladen. Lasst gerne Feedback da, vor allem was Wortfülle und Wortwahl bzw. Abwechslung angeht.

Seiten

Rechtshinweis:
Für diesen Beitrag ist eine unkommerzielle Nutzung erlaubt, alle Rechte verbleiben jedoch beim Autor/bei der Autorin.

Interne Verweise