Wer diskriminiert Mr. Hyde?

von Alf Glocker
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Es gibt Märchen, die einfach verboten gehören! Das sage ich rundheraus und wieder eckig hinein, ohne Drumherum und Mittendrin, ohne Wenn und Aber, oder Glanz und Gloria von Turn und anderen Sportarten. Unmoral ist Unmoral, ebenso wie Brautkleid Blaukraut ist oder Fischers Fritze frische Fische frisst! Da beißt der Elefant kein Schiffstau ab!

So, das musste einmal in aller Zweideutigkeit, gelassen vom Stapel gelassen werden, damit man nicht ewig mit der Kirche im Dorf herumfährt, dem Fass die Flinte durch alle Kronen schmeißt und vor allem nicht hinter dem Mond landet, wo sowieso noch keine Astronauten waren, denn das sind alles nur unhaltbare Verschwörungstheorien!

Es gibt einfach kein Fürchten, das man lernen kann, weil die Medusa ohne Einkaufstüte über dem Schlangenhaupt aussieht wie Nachbars Lumpi unter Hempels Sofa! Eben sowenig laufe ich davon, wenn das hellgrüne Männlein erscheint – käme es nun vom Mars, oder von sonst wo dahergelaufen. Das fällt mir jetzt ganz überdeutlich wie Schnuppen vor den Augen: denn mir ist alles Schnuppe!

Ich brauche einfach keine Vorurteile mehr, die hinter dem Rücken derer entstanden sind, die nichts dafür können, obwohl sie es wollen: sie dürfen bleiben wie sie sind. Man kann! Was kann der Dr. Sigismund Jekill dafür, daß er so schön ist?! Und wie steht es mit dem armen Mr. Ede Hyde? Der arme Kerl sieht aus wie Frankenstein. Na und?! Frankenstein gibt's nämlich gar nicht! Niemand will eine Mauer bauen und kaum einer ist frank wie Einstein!

Jeder sieht ein wie er aussieht – und das hat nichts damit zu tun, daß er bleiben will wie er ist, oder ob er das darf, weil das Blaukraut Flecken auf Fischers Fritzes Brautkleid macht! Proletarier aller Länder vereinigt euch - unauffällig! Unabhängig davon wer ihr seid. Man sieht es euch gar nicht an! Max nicht und Moritz schon ebenfalls nicht. Erst wenn ihr (aus)gestorben seid und wenn überall wieder Gras gewachsen ist, wenn der Ball wieder rund und es nach dem Spiel, vor einem anderen ist, dann darf gelästert werden.

Ob es dann zu spät, zu früh, oder gerade rechtzeitig ist, für die große Übersicht, die man die ganze Zeit kleinmütig übersehen, sprich unterlassen hat, das spielt keine Rolle – weder im Frühling, der gar keiner war/ist, oder irgendwann einmal kommt, oder im Permafrost eingefrorener Gedanken, deren Auftauen vielleicht den Neandertaler von Gro Magnon abgehalten hätte. Jetzt jedenfalls werden die Höhlen übermalt und die Schädel eingeschlagen.

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