Daß man sich liebt

von Alf Glocker
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Meine Angst vor dir ist panisch –
du bist manisch, manisch, manisch!
Man kann nichts tun, was dir gefällt –
du lebst in einer andern Welt!

Diese Welt kommt dir gelegen –
da kannst du deine Wunden pflegen,
die man dir zufügt, Tag und Nacht –
ich hab dies Grauen ganz entfacht!

An allem ist nur einer schuld –
und ich bewundre die Geduld,
die du ihm noch entgegenbringst …
wobei du mit dem Tode ringst!

Denn alle deine Leidensstunden
sind an der Rache festgebunden,
die du perifd‘ für mich ersinnst –
du spinnst, du spinnst, du spinnst!

In aller deiner „Wirklichkeit“ jedoch
stößt du mich ins tiefste Loch,
aus dem es kein Entrinnen gibt …
das kommt davon, daß man sich „liebt“!

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Kommentare

11. Dez 2019

Selbstzerfleischung, nenn ich das:
man hasst und liebt und liebt und hasst …

Liebe Grüße
Soléa

12. Dez 2019

Jeder sucht sich seine Welt, um vor ihr zu bestehen oder sie einfach auszuhalten.
Dichterinnen und Dichter können Neugestalter sein. Bekloppt sind wir ohnehin.
Sehr gerne gelesen.
HG Olaf