Blumenkinder

von Xenia Hügel
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Der wolkenlose Himmel lockte die junge Liebe an einem lauen Abend aus dem Haus.
Sie wollten alle Sinne fordern und machten sich mit einer Decke auf die Suche nach dem Ort der Schönheit
und fanden ihn auf einer frisch gemähten Wiese.
Jener Ort der nichts kostet, sondern reich macht. Die Herzen entführte diese Pracht in einen Sinn - Strudel.
Ein leiser Wind wehte ihnen um die Nase, der Duft des weißen Jasmins betörte und das kurze Gras kitzelte die nackten Füße.
Verbunden mit der Natur - friedlich - träumten die Blumenkinder vor sich hin.
Sie schwiegen, lauschten dem Gesang der Vögel, als sich die Hände trafen.
Langsam wurden Sie eins mit der Natur, vergingen mit ihr und dem greifbaren Glück.
Der Wiesenduft belebte und das Grün schenkte Hoffnung.
Die Sonne malte ihre kräftigsten Farben auf den Horizont, ein spektakuläres Gemälde das sagte: der Himmel brennt.
Die Bäume wehten sanft, die Erde war noch warm, doch die Nacht kündigte sich an.
Die Liebenden staunten bis zum letzten Funken und während sie sich in den Decken wärmten,
ward die Luft so frei und klar, dass man sie am liebsten auf Reserve einpacken wollte.
Als der Wind immer heftiger zwischen den Bäumen brauste,
spazierte das junge Glück an das Seeufer, um sich darin zu spiegeln - die Küsse im Wasser festzuhalten.
Die ersten Glühwürmchen funkelten märchenhaft und die geheimnisvolle Nacht schauerte auf ihrem Rücken.
Er brachte seinen Schatz nach Hause.

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