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Komische Wirklichkeiten (Was man verstehen kann)

Bild von Alf Glocker
Bibliothek

Was man verstehen kann und was nicht, ist davon abhängig, ob es einem fleischlichen Vorgang entspringt, oder sich der „Realität“ fleischlicher Vorgänge entzieht. Dabei spielt die „Wahrnehmung“ ein große, nein, DIE Rolle überhaupt. Alles, was sich den Sinnen der Fleischlichkeit enthält, ist nicht wahr – demzufolge ist es auch nicht wahr-nehm-bar. Der Kreislauf ursächlicher Funktionen, wie Hören, Sehen, Fühlen, Schmecken und Riechen bestimmt das Denken ...

Was außerhalb fleischlicher, also materieller Abläufe liegt, muss erst gar nicht ignoriert werden, da es für die Sinne nicht existiert. Wahr-Genommenes wird unter dem Oberbegriff „Leben“ zusammengefasst, schließt jedoch die Klarheit des Bewusstseins nicht automatisch mit ein. Denn schließlich und endlich kommt es auch auf die Präzision der fleischlichen Vorgänge an, und nicht zuletzt darauf, ob es innerhalb des bewussten Seins auch noch andere Interessen, als Hören, Sehen, Fühlen und Schmecken/Riechen gibt.

Die sogenannte „Wahrnehmung“ spielt sich nicht nur vor allem, sondern ausschließlich, in den 4 Dimensionen Länge, Breite, Höhe/Tiefe und Zeit ab, wobei die Zeit den Wechsel von einer Situation in eine andere ermöglicht. Sonst bliebe alles auf einem ewigen Stand! Dies ist jedoch keine Wahr-Nehmung, sondern eine Wahr-heit, das heißt, die Existenz dieser Wahrheit kann nicht wahr-genommen werden, weil sie nicht aus den Sinnen kommt, sondern dem Denken entspringt!

Dem „Freien Denken“ wohlgemerkt – welches unabhängig vom Pragmatismus „nützlicher“ Vorgänge, Türen für Intuitionen und Gesichte offen gelassen hat, die keinen fleischlich-materiellen Erscheinungen entspringen. Es ist also eine Frage der Ausprägung, sagen wir „seelischer“ Empfindungen, die eine Bereitschaft vorfinden müssen, anerkannt zu werden, damit die Einsichtsfähigkeit, sagen wir diesmal, eine „intelligente“ Stufe erreicht. Intelligenz geht demnach über die praktische Notwendigkeit hinaus – weshalb sie meist von reinen Pragmatikern nicht unbedingt als wahr an-genommen werden kann.

Steine beispielsweise, "ignorieren" bewusst-los 4-dimensionale Vorgänge komplett, vergehen aber trotzdem – wenn auch sehr langsam. Jeder, der 4-dimensionale Vorgänge aber nicht ignoriert, sondern sie „betrachtet“, wird sich seiner Grenzen bewusst, die er nicht einfach nur aussitzen, oder durch Fortpflanzung teilnegieren möchte. Er hat das Stadium erster Kulturen verlassen und bewegt sich auf eine menschliche Zukunft hin, die er, allein durch die Verwendung seiner 5 Sinne, nicht erreichen kann.

Diese Bewegung kommt jedoch zum Erliegen, sobald der Vorgang des Kriechens einsetzt, aus dem heraus keine Umkehr mehr machbar ist. Der, vor allem, geistig aufrechte Gang ist eine zwingende Voraussetzung für die Wahrnehmung, da andernfalls nur Spezifisches, oder auch Unwahres, aus dem Bereich der 5 Sinne be-griffen werden kann! Das Greifen alleine ist jedoch kein Kriterium für ein zukunftsweisendes Denken, das wiederum nicht NUR von 5 Sinnen abhängig sein darf.

Ver-Stehen ist eben nicht Aus-Sitzen und Er-Liegen hat nichts mit gemachten Nestern zu tun, die vermeintlich hauptsächlich er-krochen werden können! Un-Begreifliches, also alles, was von den nun bereits oft zitierten Sinnen, nicht mehr be-, also er-griffen werden kann, ist deshalb nicht generell un-vorhanden, un-vor-Füßen, nicht begehbar, sondern lediglich verdeckt oder versteckt vorhanden. Es kommt eben darauf an, innerhalb welcher Horizonte „man“ sich bewegt. Nichts weiter – aber auch nichts weniger ...!!

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Kommentare

30. Aug 2016

Ja, Steine sind gern ignorant!
(Insofern menschlich, wie man fand ...)

LG Axel

01. Sep 2016

"menschlich" sein hat viele Seiten -
manche kann ich gar nicht leiden...

LG Alf