Underground

von Monika Jarju
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Schon in der U-Bahn fängt es an. Erst lehnt die Kassiererin meinen BVG-Wechsel ab und
verlangt Bargeld, dann rempelt mich ein Mann an. „Wohl Diphterie?“, höhnt er. Die Eltern
eilen mit vollen Einkaufstüten voraus, auch ich trage schwer, dränge mich durch die Menge
und stolpere. Warum sind sie bloß in diese verkommene Gegend gezogen? Nach
Friedrichshain, nein, Kreuzberg! Vor dem Bahnhofsausgang Militär. Afrikanische Soldaten
stürmen mit Gewehren vorbei. Die Eltern rennen so schnell sie können zur Wohnung.
Ich haste hinter ihnen her, als mich eine Soldatin stoppt und freundlich fragt, was ich in
meiner Tasche habe. „Einen Wäscheständer“, sage ich atemlos. Lachend lässt sie mich
eine Reihe geduckter Soldaten passieren.

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Kommentare

01. Aug 2020

Das konnte ja nicht anders sein,
Krause ist sich dafür nie zu fein...

LG Monika

02. Aug 2020

Mit ner guten Antwort, kommt man (fast) überall durch …

Sei lieb gegrüßt
Soléa