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Das Verschwinden des Geldes

Bild von Anita Zöhrer
Bibliothek

Die Reichen wurden reicher, die Armen immer ärmer. Keinem Menschen war dies ein Geheimnis. Doch anstatt etwas dagegen zu unternehmen, jammerten alle ständig nur, wie schlecht alles und alle waren.

Dem Zauberer Isidor waren sie ein Rätsel. So einfach wäre es gewesen, den Kreislauf der Armut zu unterbrechen. Aber die Menschen waren zu gierig, um ihren Besitz zu teilen. Zu blind, um zu erkennen, wie groß das Unheil war, das sie in ihrem Streben nach mehr anrichteten.

Tage- und nächtelang wachte Isidor an seiner magischen Kugel und überlegte sich, wie er den Armen helfen könnte. Bis ihm eines frühen Morgens die rettende Idee kam.

Schuld an der Misere der weiter wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich war unter anderem das Geld, dessen verführerische Macht nur wenige zu widerstehen imstande waren. Deshalb ließ der Zauberer alles Geld der Welt verschwinden und zwang die Menschen zum Tausch. Wenn jemand eine Arbeit für jemand anderen verrichtete, musste dieser ihn mit Waren entlohnen. Wollte jemand etwas haben, so musste auch er etwas von seinem Hab und Gut als Gegenleistung abgeben.

Auf diese Weise schwand der Reichtum der Reichen, die Armen hingegen gewannen an Besitz. Neue Hoffnung schöpfte Isidor in die Menschheit. Vertrauen, dass diese Lektion auch reichte, um sie auf den rechten Weg zurück zu führen.

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