Ehrenamtlich engagiert - Page 8

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ist … Was soeben passiert ist, musste irgendwann mal geschehen und hiermit muss ich dir einfach sagen, dass ich viel Scheiße gebaut habe! – Ich werde mich nun …«
Erzählte Wesley wohl die bittere Wahrheit, die er aus seinerSeele herausgepresst hat. Leider kann er nicht ersprießlich weiterreden, denn jemand klingelt an der Tür. Den Sorgen und den dazugehörigen Umständen kann Wesley nicht so leicht entgehen, und es anzukündigen, dass der Mut ihn zuversichtlich verlassen hat, wäre sehr vornehmlich und doch für das Ego nicht so vergeblich.
»Hallo, wer ist da …«
Redete Wesley in das Türklingel-Telefon.
»Moin! – Ich habe erfahren, Sie besitzen Filme, die noch nicht im Kino laufen.«
Antwortete eine männliche Stimme.
»Filme … Sie können gerne hochkommen!«
Bemerkte leicht erfreut Wesley, und glaubt aufrecht, er müsse sich noch mehr Geld anschaffen, damit eine zusagende Bestechlichkeit entstehen kann. Ein Knabe geht die Treppe hoch und trägt eine nette Aufregung in sich.
»Moin! – Ich möchte gerne einen Film kaufen …«
Sprach ein Knabe.
»Welches Genre bevorzugen Sie?«
Erkundigte sich Wesley und versucht beim Reden professionell zu wirken.
»Genre … Schwierig. – Sie sollten wissen, ich möchte meiner Frau eine Überraschung machen und ihr einen Liebesfilm schenken.«
Antwortete ein Knabe.
»Und wieso nicht gleich drei oder vier Filme?«
Sagte geldgieriger Wesley.
»Ich habe nur 100 € dabei und ich weiß nicht, ob das Geld dafür ausreichen wird …«
Äußerte sich der nette Knabe.
»Nein, wird es nicht. – Für 100 € kann ich nur ‚Titanic‘ verkaufen.«
Schilderte Wesley und glaubt, mit der ernsten Gesinnung könne er viele Neukunden gewinnen.
»‚Titanic‘ … Der Film ist schon uralt. – Ich dachte, hier gibt es Filme, die nicht im Kino laufen, und Sie wollen für ‚Titanic‘ 100 € haben? – Für 4,99 € kann ich den Film auch auf Ebay kaufen und es wäre legal!«
Erzählte der Knabe.
»Sie haben es anscheinend nicht verstanden: Ich verkaufe Filme, die nicht im Kino laufen, und wenn ich sage, dass ich Titanic verkaufe, dann wird es wohl eine Fortsetzung sein.«
Offenbarte Wesley.
»Ja … Die 100 € scheinen mir viel zu sein, aber meine Frau wird sich sicherlich freuen. – Ich kaufe den Film! – Spielt Leonardo DiCaprio in dem Film mit?«
Erfragte der Knabe.
»Ja, das hat er! – Ich habe da kurz reingeschaut und habe DiCaprio erkannt. Doch ich muss gleich sagen, dass die CGI-Effekte noch nicht vollendet sind. – Der Film befindet sich zurzeit in der Postproduktion …«
Erzählte Wesley.
»Oh … Können Sie einen Rabatt gewähren?«
Erkundigte sich der Knabe.
»Nein, kann ich nicht! – 100 € oder ein Jahr darauf warten, bis der Film in die Kinos kommt.«
Antwortete Wesley und versucht wieder, professionell zu wirken.
»Gut! Ich nehme den Film!«
Verkündete der Knabe.
»Gut! – Zuerst das Geld und dann die Ware. – Bitte passend, ich habe kein Wechselgeld.«
Sprach Wesley Tagesarbeit, der anscheinend noch nicht lange mit Menschen arbeitet. Daraufhin nimmt er bereitwillig das Geld und lässt den Kunden sprachlos im Flur stehen. Nun begibt er sich für seine Arbeit wieder Richtung Verbrecherschaft, weil ein illegaler Filmverkauf stets strafbar und wohl ordnungswidrig bleibt. Dass angeblich die Gesetzeshüter sein Geschäft entdeckt haben, hat er bedauerlicherweise schon völlig verdrängt und vergessen. Mittlerweile ist die Suche nach der ‚Titanic‘-CD vorbei und die Weile verging infolge der Suche schon ziemlich schnell. Wo und welche Filme überall rumliegen, ist nie mit Ordnung zu vergleichen.
»Hier ist der ‚Titanic‘-Film! – Bitte erzählen Sie jedem, dass ich Filme verkaufe, die noch nicht im Kino laufen, und bitte bei ‚Tagesarbeit‘ klingeln. – Tschüss und bis bald!«
Sagte Wesley Tagesarbeit und macht die Tür freudenreich zu, weil sein Reich gewisse Filme sind, die vielen Menschen Freude bereiten können. Der Tag hat sich mit Überraschungen vorbereitet und während im Briefkasten ein unerwartetes Ereignis auf ihn wartet, zapft sein Computer etliche Filme aus dem Internet. Obwohl die Sorgen in der Luft schweben, sind die alten Interessen und finanziellen Begierden sehr bodenständig und bescheiden. Im Gleichgewicht zwischen Geldgier und Bescheidenheit hält sich Wesley im Rahmen. Im Schrank ist das Geldversteck, das massenhaft Geldscheine geheimnisvoll versteckt. Ein paar Lila-Scheine sind auch zu sehen, und wie man leidenschaftlich erkennt, macht Wesley seine Geschäfte absichtlich überall bekannt. Und wer der Filmindustrie solche Leiden schafft, wird sicherlich herbeischaffend irgendwann mal den Kopf dafür hinhalten. Für das Ausschneiden der Filmplakate und die anschließende DVD-Hüllen-Gestaltung hat Wesley Tagesarbeit keine Zeit, denn bekanntermaßen ruft die gewollte und frohgemute Tagesarbeit nach ihm. Die Türklingel ist verdammt laut und offenbart beim Bimmeln, dass der nächste Kunde schon vor der Tür steht.
»Hallo, wer ist da …«
Sagte Wesley in das Türklingel-Telefon.
»Guten Tag, ich würde gerne ein paar Filme kaufen. – Bin ich hier richtig?«
Erkundigte sich eine Dame.
»Das sind Sie! Ich mache für Sie die Tür auf.«
Antwortete Wesley und fragt sich, wer so eine schöne Stimme hat. Eine Frauengestalt geht die Treppe hoch und ein Hochgefühl der Schönheits-Anziehung steht nun vor der Tür.
»Hallo, mein Name ist Wesley und wie heißen Sie?«
Erklärte Wesley, der im Wahren ein kleiner Hurenbock ist.
»Tag … Mein Name ist Jessica Ausgedacht und ich brauche Filme von Christopher Nolan und Wes Anderson! – Bitte nur die Filme, die noch keiner kennt.«
Berichtete eine wahre Schönheit im Raum, die überhaupt keine Menschlichkeit besitzt.
»Sie sind hier genau richtig! – Ich bringe die Filme sofort für Sie …«
Verkündete Wesley und geht ins Schlafzimmer. Ein kurzer Blick in den Spiegel soll für ihn allein bestätigen, dass er heute gut aussieht.
»Hier sind nur zwei fertig gedrehte Filme, die Sie haben wollen. Wie die Filme heißen, kann ich leider nicht sagen. – Auch der Arbeitstitel enthüllt nicht vieles … Doch ich muss gleich sagen, dass die CGI-Effekte noch nicht vollendet sind. – Der Film befindet sich zurzeit in der Postproduktion …«
Erzählte Wesley.
»Ist egal! – Ich kaufe die Filme. Wie viel wollen Sie dafür haben?«
Stellte die wahre Dame eine wahre Frage.
»Wenn Sie die Filme gleich sofort mit mir zusammen ansehen, wird es nichts kosten!«
Antwortete Wesley und hofft, dass die Frau eine Hurerei betreibt. Er lehnt seine Hand an der Tür und versucht damit: anziehend rüberzukommen.
»Verstehe … Und wenn ich Ihnen sage, dass es eine kleine Einrichtung gibt, die sich freuen

Lektor: Axel C. Englert

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