für sie schlägt mein Herz

Bild von Zirpunsirp
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Ich schaue nach vorn und schwebe davon. Wonach ich mich sehne, weiß ich selbst gar nicht so genau. Alles in mir ist erfüllt von Hass, der sich in meine Brust wie ein Messer bohrt. Es ist der Hass auf mich selbst. Auf das, was ich getan habe. Auf das, wie ich bin. Auf das, was ich bin. Ich fühle ihn, wie er sich langsam in mein Fleisch schneidet. Ich merke das Blut, das warm an meinem Körper hinab läuft. Das Blut der Lebensfreude verlässt meinen Körper, während der Leuchtturm der Hoffnung erloschen ist. Unverfroren drückt sich das Messer immer weiter hinein. Immer tiefer in die Brust in Richtung meines Herzens. Ich versuche den Griff des Messers zu greifen. Ich suche nach ihm. Doch ich kann ihn nicht finden. Ich will aufgeben, aber ich will leben. Nicht in der Lage etwas zu tun, fühle ich die Ohnmacht, die über mich herein bricht, wie die kalte Nacht im Winter. Ich bin paralysiert. Wieso passiert mir das?

Plötzlich macht sich stechender Schmerz breit! SO Stark, dass ich nicht weiß, wie mir geschieht. Der Hass streift mit der scharfen Klinge meine Rippe und nimmt mir jedes Vermögen, einen klaren Gedanken zu fassen. Jede Bewegung tiefer tut einfach unfassbar weh. Wut umklammert meinen Brustkorb und ich kann nicht mehr atmen. Nach Luft schnappend habe ich das Gefühl langsam zu ersticken. Je tiefer das Messer hinein getrieben wird, umso größer wird der Schmerz und umso weniger Luft bekomme ich. Die Wut nimmt meinen Verstand ein, während der Hass den Körper einnimmt. Langsam aber sicher werde ich willenlos; der Wut verfallen. Dinge unfassbarer Natur schwirren durch meinen Kopf, die den Hass schüren und das Messer nur schneller hineintreibt. Es gräbt sich hinein und erreicht schon bald mein Herz, als sie in mein Leben kommt. Sie ist der Grund für mein Herz zu kämpfen.

Und als ich sie erkenne, sprengt mein Herz die Umklammerung der Wut. Durch sie kann ich atmen. Das Herz pumpt auf einmal so stark, dass ich sie spüre. So tief in mir verspüre ich sie, wie ich es niemals zuvor fühlen durfte. Auf einmal hat der Hass keine Chance mehr und das Gefühl übermannt mich, wie zwei Lichtstrahlen die am Ende zu eine Lichtwelle verschmelzen. Sie ist der Ursprung und das Sein. Für sie schlägt mein Herz.

So habe ich endlich gefunden;
das, was mich glücklich macht;
das, was mich vollendet;
das, was ich Liebe nenne.

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