Läuten an der Tür

Bild von Anita Zöhrer
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Es läutet an der Tür, ich öffne. Ein kalter Wind bläst mir ins Gesicht. Vom Regen durchnässt bittest du mich um Obdach, ich trete beiseite.

Eine warme Mahlzeit soll dich stärken, sogar trockene Kleidung habe ich für dich. Nicht viel verrätst du von dir. Wer du bist oder woher du kommst, verschweigst du mir.

Früh legst du dich ins Bett. Müdigkeit setzt dich außer Gefecht, noch ehe ich dir gute Nacht sagen kann. Lange Zeit betrachte ich dich, wünschte, du würdest nicht wieder gehen. Doch du musst weiter, hast du mir bereits beim Essen mitgeteilt, jemand erwarte dich. Ich beneide sie, wer auch immer sie sein mag.

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