Pfau Supercool

Bild von Anita Zöhrer
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Pfau Supercool, der neue Superstar im Filmgeschäft, betritt eine Kneipe in Wien und erobert die Herzen des weiblichen Federviehs mit Luftküssen im Sturm. Einige von ihnen fallen sogar in Ohnmacht, als er ein Rad schlägt. Alle Frauen lieben ihn, nur Hanna nicht. Gerade sie weckt jedoch sein Interesse, als er durch die Runde blickt und sich nach einer neuen Liebschaft umsieht. Eine junge Pfauendame, die ihn nicht beachtet, das geht gar nicht. Er stolziert auf sie zu, Hanna würdigt ihm keinerlei Aufmerksamkeit. Viel zu sehr ist sie in ihr Gespräch mit ihrem Freund vertieft.

„Hey, Süße, vergiss den Kerl, er ist eine Null“, unterbricht Pfau Supercool die beiden und streicht mit seiner Flügelspitze über Hannas Gesicht.
„Nimm mich und ich werde auf ewig dir gehören.“ Er küsst sie, daraufhin ohrfeigt Hanna ihn.
Ein Raunen erfüllt den Raum, eine andere Pfauendame fasst sich an die Brust.
„So eine Göre.“ „Was fällt diesem Weibsbild ein?“
„Nur, weil er so reich und berühmt ist, seid ihr so verrückt nach ihm“, zischt Hanna.
„Und weil er hübsch ist“, wendet Pfauendame Susi ein. Pfau Supercool und sie werfen sich lüsterne Blicke zu.
„Na und? Hübsch sein ist nicht alles. Mein Freund ist auch hübsch. Aber er hat etwas, was du nicht hast, du arroganter Idiot“, verhöhnt Hanna den Superstar, „er hat ein Gehirn.“
Ihr Freund lacht und Hanna und er küssen sich.
Pfau Supercool rümpft seine Nase. Er hat es nicht nötig, sich so etwas bieten zu lassen, wo er – abgesehen von Hanna – eine jede haben kann, die er will. Somit nimmt er sich mit Susi, mit der Nächstbesten, Vorlieb und stolziert mit ihr aus der Kneipe.

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