Sirius A

von Michael Dahm
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Sirius A

Ihre blonden Haare fielen auf die grazilen Schultern und bedeckten ihren schwanenhaften Hals. Sie hatte die Haare hochgesteckt aber die Spange war heruntergefallen und Kevin trat drauf.Für ihn war sie schön, ob mit oder ohne Haarspange. Am liebsten aber hatte er es, wenn sie die Haare hochgesteckt trug. Gleich Morgen würde er in die Stadt gehen und ihr eine neue Spange kaufen. Er liebte es, wenn er sie beschenken durfte auch wenn man es als eigennützig bezeichnen könnte. Er lehnte sich zurück und betrachtete das Bild das sich ihm bot. Es war später Nachmittag im September, die Sonne stand rot und tief am Horizont. Ihre Haare reflektierten den Schimmer und er sog den Anblick tief in sich hinein. Ihr gemeinsamer Sohn Kevin jauchzte vor Vergnügen als sie mit einem Riesenstoß die Schaukel bewegte. Dieser Nachmittag war vollkommen und er genoß ihn in vollen Zügen, denn es kam nicht oft vor, das er zu Hause war. Dieses Haus und das riesige Grundstück am See konnten sie sich nur durch seinen Job bei WTF(Weltraumtiefenforschung) leisten. Manchmal war er monatelang fort und zehrte von Bildern wie diesen. Er erinnerte sich wie er Dajana kennenlernte, damals als Kadett in der Akademie. Sie war die Musterungsschwester und er hatte als einziger einen...Na ja....Jetzt kam sie auf ihn zu. Ihre blauen Augen leuchteten wie zwei Bergseen im Hochsommer. Sie beugte sich über ihn und gab ihm einen langen Kuss.

Er schlug die Augen auf und durch das zerschmetterte Visier seines Raumanzughelmes drang zischend die giftige Athmosphäre von Helios ,dem zweitnächsten Planeten von Sirius A ein...

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