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Wer versteht mich?

Bild von Alf Glocker
Bibliothek

Ich verstehe das Leben nicht! Also, es hat nichts mit Logik zu tun – so viel verstehe ich schon … Aber wenn der Zufall entscheidend und die Idiotie von ihm bevorzugt wird, dann besagt das gar nichts. Denn das war schon immer so? Keine Ahnung. Schließlich muss sich das Großhirn ja auch irgendwie herausgebildet haben, wie es scheint.

Aber nicht alles ist auch wie es scheint! Manches scheint gut und das Gutere scheinbar böse, am gutsten aber ist es, nichts zu denken, weil es sowieso anders kommt als gedacht und zwar erstens und zweitens. Wollen wir deshalb gemeinsam schwafeln? Die Götter entscheiden im Hintergrund. Fordern sie einen Vordergrund?

Nein, nichts ist gefordert – nur, daß du beispielsweise an einer Pandemie ordnungsgemäß eingehst, oder man dich auf das Schlachtfeld ruft, wo dir der Dreihundert-Sterne-General Satan befiehlt, was zu tun hast … Deines jedenfalls nicht! Schau dich um: Alle streben nach Allem, das gleichzeitig ein Nichts aus Liebe zu sein vorgibt und ist!

Mach dich nicht lächerlich! Du willst dich der Unverfrorenheit des Idiotentums entgegenstellen, um wasss zu beweisen?? Daß du Schachweltmeister bist? Und wenn schon?! Der Schicksalsgenerator macht letztlich die besseren Züge, denn er entscheidet was kommt. Wenn du 1000 Möglichkeiten bedacht hast, dann kommt die 1000+1te!

So oder so ist das Leben, benimm dich einfach daneben, aber bloß nicht so weit, daß man dir etwas nachweisen kann, denn wenn das der Fall ist, dann musst du schon auserwählt sein, ganz oben zu stehen. Von dort aus kannst du, wie Väterchen Stalin, alle umbringen lassen, die dich durchschaut haben. Das muss sein, damit alles gut geht!

Ich geh gut, du gehst gut, er, sie, es und wir gehen gut, wir müssen nur dranglauben und alles so lange lieben, bis es uns bis auf die Knochen abgefressen hat. Mahlzeit! Juble und applaudiere allem was da kommt, denn es wird darüber entscheiden was übrigbleibt. Du jedenfalls nicht! Aber glücklich sein kannst du ja trotzdem.

Nein, nicht „trotzdem“, sondern immer deshalb. Sage: Ich bin glücklich, weil ich glücklich sein möchte. Was um mich herum geschieht ist rangig, zweit oder dritt, das ist keine Frage des Überlebens, sondern der Sichtweise. Weise ist die Sicht des Einsichtigen, der wo, warum oder überhaupt gar kein, nichtwahr viel, beziehungsweise ist!

Vertraue auf deinen Dings, bumse was scheint und sei ebenso auf- wie abmerksam. Erfülle dein Karma – im nächsten, so(un)wohl imaginären wie auch virtuellen Leben, sei es nun stattfindend im nichtexistierenden Paradies, der, womöglich auch noch, Werktätigen, oder in einem ebenso an den Haaren herbeigezogenen „Himmel“ – es ist alles egal!

Debenke: Du verstehest das Dasein nicht und das Dortsein gar kaum, wie auch nimmermehr, in diesem Zustand aus Dämmerlicht und aneinandergereihten Denkgeschenken, die in Wirklichkeit, die ebenfalls nur Einbildung ist, Katastrophen sein könnten, wenn man klar sähe, was man nicht tut.

„Tut-tuuuut!“ macht das Schiffchen als welches du reiseset durch einen Alpha und Omega-Ozean undurchschaubarer Notwendigkeiten und sei wendig in der Not, dann hast zu keine Zeit für dich und die wahren Schätze des Lebens, die jedoch wiederum aus Zufällen zu bestehen scheinen. Füge dich in die Fügsamkeit, in die Unwegsamkeit und, und und …

Stelle dir selber in Rechnung, daß sich das Großhirn ja irgendwie herausgebildet haben muss, wenn es schon mal da ist … und daß du eines hast, mit dem du dich nirgends auskennst, auszukennen hast, weil sonst irgendein Väterchen oder Mütterchen schwer beleidigt ist und für dich entscheidet, wie es ihm vorgegeben ist.

Dann verstehst du das Leben: Es hat etwas mit einer Logik zu tun, die auf dem Zufall eines Schicksals basiert, von dem du brav sagen sollst, du würdest es selber gestalten. Und dann schlaf ein, mein Prinzchen schlaf ein, mein Prinzesschen schlaf ein und sei froh und glücklich, zähle die Schäfchen fürs Schläfchen und warte darauf, daß endlich dein Schäferstündchen schlägt, wo du alles schön weitergeben darfst. Hurzz!

digital
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Kommentare

10. Apr 2021

Bertha füllt ihr Karma hier
Wieder mal mit sehr viel Bier ...

LG Axel

11. Apr 2021

Bier schmeckt bei Karma noch viel besser -
nach dem 10. sieht man keine Menschenfresser
mehr -
ach woher?!

LG Alf