Sommerweise

von Michael Dahm
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Es stehen da im Sommerstaube,
die Bäume unter grauer Haube,
kein Regen, der sie sauber spült,
mit klarem Wasser Wurzeln kühlt.

Es werden leerer Teich und Bäche,
dümpeln flach in brauner Fläche,
es fehlt das Nass an allen Ecken,
um Floras Geist erneut zu wecken.

Hecken lassen Blätter los
und kehr'n zurück in ird'nen Schoß,
eine Diestel blühet rot,
senkt den Kopf und ist devot.

Kein Frosch der quakt, nicht Mücke summt,
Libelle fehlt, nicht Hummel brummt,
und der Sommerwind spielt leise
eine trock'ne Sommerweise …

© Picolo

02.08. 2014

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