Der gekrümmte Horizont

von Alf Glocker
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Vernunft ist wohl nicht mehr zu erwarten,
denn die Erdenmenschen spinnen!
Der Bock pflegt nun bald jeden Garten,
die Traufe lockt in Regenrinnen,
und niemand wagt etwas zu sagen –
so sieht es aus in unseren Tagen …

Ablesbar an blöden Kommentaren
ist der Tenor dieser Endzeitstimmung –
wo gestern Perspektiven waren,
da lacht dem Rücken die Verkrümmung …
was Leute in die Knute zwingt
und allen das Verderben bringt!

Ganz ungestraft darf man verkünden:
„Wer denkt, der ist ein rechtes Schwein!“
Die neuen der begang’nen Sünden,
die sollen schnell vergessen sein,
damit die Zukunft – ausradiert –
ganz einfach gar nicht mehr passiert!

So fügt euch und so schweigt auch still!
Was ihr wollt, das ist nicht gefragt!
Der Pöbel schmeißt sich, mit Gebrüll,
auf jeden, der noch hinterfragt,
warum der Wahnsinn weltweit siegt –
warum man Fakten krumm verbiegt.

Das Leben scheint es zu ertragen,
daß man die Schlichtheit stilisiert
zum angepassten Schulbetragen,
das direkt in die Verdammnis führt,
weil überall perverse Stimmen
den Horizont zum Halbmond krümmen!

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Kommentare

01. Nov 2018

Perverse Stimmen gibt es viele ... leider, schwirren in der Luft. Und der Inhalt: zum Wegschmeißen ... Und dann dieses Bravsein, das Angepasste, das Idioten uns Erwachsenen suggerieren wollen, damit die größten und dümmsten Schweinereien geduldet werden. Dagegen sollte man mit Intelligenz sofort vorgehen. - Danke für dieses Gedicht.
LG Annelie

01. Nov 2018

Wenn die den Horizont verbiegen,
hat Politik das festgeschrieben
und biegt am Halbmond feste mit,
weil keiner mehr vernünftig tickt.

03. Nov 2018

Vielleicht sind die Entscheider Anhänger der Chaostheorie und wir verstehen davon nichts!
Aber ja, so ist es!
Also endlich mal Ruhe hier im Karton!