im sehnen selbst das leben sich erweckt

von Yvonne Zoll
Mitglied

abgeglitten ins
schwanken nur unendlichkeit
streift versunkene

blicke – angelangt
wo ertrunkene wellen
verzögernd entfliehn

wie dagelegen
hintreibend in die schleier
nächtlichen träumens

im sehnen selbst das
leben sich erweckt siehe
wie im feuer tanzt

ein Salamander
auf dem heißen Sonnensand
bestechender Reiz

verhangen versternt
das meeresgefunkel im
steigenden grase

uns im angesicht
erzitternd im bebenden
von jener frische

im auflebenden
Erinnern beiliegend ein
Künftiges sanfte

doch Durchdringendes
watend im Rieselnden kaum
erneut geboren

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Kommentare

04. Jun 2020

Hallo Yvonne,

"verhangen versternt
das meeresgefunkel im
steigenden grase"
gefällt mir besonders gut.
LG
Manfred
PS: Ist die unterschiedlich Groß- und Kleinschreibung Absicht?

04. Jun 2020

Ja, mir geht es hier um den Gedanken eines quasi unbewusst - wie natürlich stattfindenden - Erinnerns (daher das Tier, der Reiz), welches hinübergreifet, sich retten kann in ein Künftiges - das aber eben aufgrund seines zukünftigen Charakters noch nicht genauer bestimmt werden kann. Jedoch zeigt sich hier die Verbindung von Vergangenem, Natur und Künftigem - so hoffte ich. Vielen herzlichen Dank für das aufmerksame einfühlsame Lesen und das im Kommentar zutage tretende Funkeln, das auch in deiner Lyrik so intensiv aufscheint...
LG
Yvonne