Alte Wege

Bild von Jürgen Wagner
Bibliothek

Mit dem Winde reiten
Unter'm Nachthimmel ruh'n
Um das Feuer tanzen
Nichts Unrechtes tun

Mit der Erde leben
Den Bäumen zuhör'n
Das Heilende suchen
Die Stille nicht stör'n

In den Flüssen schwimmen
Das Gesetz versteh'n
Auch bitten und rufen
Klare Wege geh'n

2017

Adlerflug © pixelleo - Fotolia

Video:

Musikalische Inspiration einer polnischen Gruppe

Interne Verweise

Kommentare

Adrian
04. Jan 2017

Alte Wege gehen, die schon viele Menschen vor uns gegangnen sind, z. B. alte Pilgerwege, da habe ich schon einmal eine besondere Kraft gespürt. Das lohnt tatsächlich.

Doch ansonsten frage ich mich, wie alles andere Vorgeschlagene neben meinem Beruf her zu verwirklichen wäre. Weiß auch nicht recht, was das soll. Und dann die letzte Zeile: wir gehen doch ständig irgendwelche Wege, sind doch ständig auf unserem Lebensweg. Dazu braucht es doch keine Aufforderung.?

Ansonsten ein gutes Gedicht!

Verspäteten Neujahrsgruß von Adrian

04. Jan 2017

Die Wege der alten Völker und der Naturreligionen sind hier gemeint: dass man die Seele, das Lebendige in allen Wesen und Dingen weiß, spürt, erfährt. Dazu braucht es keine Reise nach Island oder Kanada - das kann man in jedem Blumentopf, in jedem Schluck Wasser, in jeder Winterskälte auch zuhause erfahren. Ginge man diesen Weg entlang und ehrte wieder das Hohe und Kleine, das Alte und Neue, das Heilige und das Profane, hätte man einen großen Schritt zurück - und zugleich nach vorne gemacht - meint Jürgen Wagner