woher wohin

von Manfred Peringer
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erwacht aus dem sinnenden traum fällt mein blick
auf den lebensbaum gepflanzt zur geburt des kindes
überragt er mich himmelweit mit seinen lichten ästen

wasser bricht das eis bahnt sich den weg durch sand
und gestein schwillt zum fluss ich lasse mich treiben
im strom der zeit finde mein ziel im wellenden weit

am ende ergebe ich mich wie ein waidwunder wal
verhalle im neuronengewitter sich entladender zellen
hoffe es gibt ein fernes gestade an dem ich anlande

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Kommentare

03. Mär 2019

Im Strom der Zeit zu treiben und irgendwo anlanden, Manfred, das ist eine gute Metapher fürs natürliche Sterben Tag für Tag, wenn der Mensch sich an nichts mehr gebunden fühlt. Aber das, nehme ich an, ist bei Dir noch längst nicht der Fall.

Liebe Grüße,
Annelie

03. Mär 2019

Hallo Annelie,
man weiß nie, wann einem die Stunde schlägt, aber ich hoffe, meine liegt noch in weiter Ferne. :)
Dem Treiben lassen, liegt immer auch ein "Carpe diem" zugrunde und das ist wohl die wichtigste Lebensweisheit.
Danke für die gute Metapher und Wünsche.
LG
Perry