Unbeständig

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>Ich bin noch da,
schau her,
ich komm zu dir.<

Ungläubig staunend
roll ich den Teppich aus,
der reicht
von dir zu mir.

So lang hab ich
dich nicht erblickt.
Lass mich
dich anschau'n,
bin gar verrückt
nach dir, du Liebelei.
Wenn du so weiterwirkst,
mach ich mich frei
von dicken Jacken,
die nach Kälte riechen.
Die werd' ich schleunigst
in die Kiste packen.

Nun bitt' ich dich,
bleib weiter hier,
entschwinde nicht,
du mächt'ge Göttin.

Und wied'rum lächelst
du mich an,
verzauberst mich
mit letztem Kuss,
um dann die Wolkendecke
über dich zu zieh'n.

Da seh' ich dich,
wie du entschwebst.
Und jäh bestimmt
das Grau in Grau
die Himmelsfarbe.
Und im Vertrau'n
wart ich auf dich.

Und schrei Hurra!

Denn plötzlich,
plötzlich bist du
- Sonne -
wieder da!

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Kommentare

03. Mai 2017

Herrlich! Ode an die Sonne. Da hat sie wirklich keinen Grund so rumzuzicken.

Liebe Grüße Lisi

03. Mai 2017

Liebe Lisi, Dein Humor gefällt mir sehr. Merci beaucoup. Ja, die zickige Sonne blende ich jetzt einfach aus. Abendstille krault ihr den Nacken. Und alles wird gut.
Wünsche Dir eine gute Nacht.
LG Monika

03. Mai 2017

Und lieben Dank für die Klicks.
GG Monika
(GG = Gute Grüße)

04. Mai 2017

Monika, ich dachte gleich an die Sonne, denn wo ich wohne, macht sie sich besonders rar momentan, diese mächtige Göttin, die uns durchaus verzaubert. Ein fröhliches Gedicht, hat mich heiter gestimmt - dem verhangenen Himmel zum Trotz.
Liebe Grüße, Marie

04. Mai 2017

Darüber freu ich mich sehr, liebe Marie. Heiterkeit am Morgen verdrängt manche Sorgen. Wollte mit dem flapsigen Text ein wenig zum Schmunzeln anregen. Trotz Wolkendichte und Regen lassen wir uns nicht unterkriegen.
Wünsche Dir noch einen harmonischen Tag.
LG Monika