Über das Dichten

von Alf Glocker
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Dichten ist kein ausgemachter Spaß für Helden -
es ist vielleicht ein wunderschönes Joch.
Die Dichtkunst hat bei Wilden nichts zu melden -
da ist sie nur ein tiefes schwarzes Loch!

Wer dichten kann, der ist umsonst geboren,
weil diese Welt nicht wissen kann und will,
was Dichter denken, die der Kunst verschworen,
sich meist verzetteln – musisch – mit Gefühl!

Verachtet ist der Mensch, wenn er Gedanken
in reine Formen bringt, die uns erhellen!
Der brave Bürger bleibt in seinen Schranken -
und schwimmt getrost auf Mainstreams Wellen ...

Und wer sich ausdrückt in gepflegten Reimen,
in Sätzen, die sich sehen lassen können,
der soll den ganzen Rest total versäumen -
denn ihm genügt der wahre Geist des Schönen!

Er soll nicht Ehre finden, Achtung, Lohn -
das ist etwas für gut gelaunte Krieger!
Dem Dichter sei genug: der schiere Hohn -
im Leben bleibt die Stumpfheit stets der Sieger!

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Kommentare

04. Jan 2017

Der kluge, wahre Inhalt gilt -
Nicht nur fürs Wort, auch für das Bild:
Denn ohne Maler, Musiker, Poeten
Geht die "Kultur" endgültig flöten ...

LG Axel

04. Jan 2017

Doch bleibt die Frage unbestritten doch bestehen,
ob genau "stumpfe Menschen" dies genau so sehen ...