Unser "Senior" der Sport-AG

Bild von Ernst Wetzel
Mitglied

Am Acht……………, im Jahr 2016, im Monat April,
wird unser langjähriges Mitglied S… 75, so Gott will.
In unser Sport AG er dann der grand old man ist,
der immer noch aktiv Volleyball mitspielt, mit einiger List.
Wenn er uns seine Aufgaben serviert aus verwirrender Aufschlagsposition
oder uns gerne Netzroller platziert, also könne er sie so immer schon.
Dann setzt er auf ein schelmisches Lächeln in sein Gesicht,
denn so war es nicht gewollt, er sei doch kein Bösewicht … .
Einst hat er sich auch eingebracht als verteidigender Tormann
der dazu beitrug, dass seine Mannschaft das Fußballspielen gewann.
Die Gesundheit (und die (Er-)Mahnung seiner Frau) ließen dies reduzieren,
aber die Anbindung an unserer Gruppe wollte er niemals verlieren.
So bleibt er uns mit dem Volleyballspielen weiter treu,
wichtig sind ihm auch der anschließende Stammtisch begleitet mit Biergebräu.
Und auch seine regelmäßige Teilnahme an den Sport-AG-Wochenenden
wozu er beiträgt an gemeinschaftlicher Arbeit mit seinen eigenen Händen,
zeugt davon, ihm ist am bestehendem Leben unserer Gemeinschaft gelegen,
er ist für unsere Gruppe eine tragende und prägende Stütze, ein Segen.
Möge ihm unsere Gemeinschaft weiter wertvoll sein.
Wenn er uns verließe, dass wäre gemein … .

In diesem Sinne bleib bitte (weiter relativ) gesund,
um zu verbringen mit Dir noch manch schöne Stund'.

Die Sport-AGisten

Unsere Sport AG wurde als eine informelle Gruppe vor über 43 Jahren von aktiven Berufsschullehrerkollegen gegründet.
Noch heute sind nur aktive und inzwischen in den Ruhestand eingetretene Kollegen Träger dieser „Arbeitsgemeinschaft“.
Ursprung war der Gedanke, die Schüler aktiver als Sportlehrer zu betreuen oder als Mitfahrende bei Schulfahrten
(Sport- und Ski-Freizeiten) auch etwas mit den Schülern gemeinsam zu machen,
an sie also auch näher heranzukommen, was sich förderlich auf das Lernverhalten und die Einstellung zur Schule auswirkt.
Deshalb waren die montäglichen zwei Breitensportstunden von der Bezirksregierung als
Schulaufsichtsbehörde anerkannt. Das fiel aus Gründen der Kostenersparnis aber nach 20 Jahren weg und wir wurden
als „Verein“ quasi in die private Versicherungsverantwortung geschoben.
Es war ärgerlich, dass der öffentliche Dienst zu solchen Maßnahmen griff, wo doch in vielen großen Unternehmungen
die Gesundheit der Mitarbeiter in Betriebssportgruppen gezielt gefördert wird und bleibt.
Wir blieben eine lockere informelle Gruppe, die sich weiterhin montags die bekannten zwei Sportstunden in der Halle
und danach zu ‘ner (Gesprächs-)Runde in unserem Stammlokal zu einem (alkoholfreien) Bier trifft.
Einmal im Jahr unternehmen wir – wie ja auch viele Kegelvereine -, eine Wochenendtour, wo wir in einem Selbstversorgerhaus
übernachten und entweder Wandern, Rad- oder Kanufahren.
Die Aufgaben der Organisation der Gruppe wie auch dieser Wochenendtour übernehmen die Mitglieder je nach Hobby
und Fähigkeiten bzw. Kenntnisse der Lage der Unterkunft.
Das kommt in den Gedichten auch zum Ausdruck, die jeweils in einer mit Corel Draw entworfenen DIN A5-Karte Eingang
gefunden haben (Druck auf DIN A4, mittig gefaltet).
Als pensioniertes Mitglied dieser Gruppe fühle ich mich weiterhin mit meiner ehemaligen Schule vernetzt, erhalte ich doch
von jungen aktiven Lehrerkollegen neueste Informationen über das Geschehen dort.
Es ist auch schön zu erleben, darüber hinaus zu runden Geburtstagen der Gruppenteilnehmer mit der Ehefrau/Partnerin
eingeladen zu werden und Gäste der Festtagsgesellschaft sein zu dürfen.
Das alles hat die Gruppe „am Leben“ gehalten, auch wenn zu vermerken ist, dass sie heute ausgedünnter als zu Gründerzeiten
ist, weil schon einige „Ehemalige“ von uns gegangen sind und die jungen Kollegen andere Interessen haben und auch anderen
(Familien-)Stress durchstehen müssen, weil die Partner heute meist beide berufstätig sind.