Frei

von Alf Glocker
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Verlogenes Gesocks hält den Weltbetrieb am Laufen.
Menschen – hintergangen – leiden!
Doch der ungeschlachte Haufen
braucht den Stress – nicht zu vermeiden
sind die üblen Zwangsmaßnahmen,
die von ungefähr nicht kamen!

Zeiten stünden einfach, starr, im Stillen –
nichts geschähe für das „Glück“.
Der freie Mensch bekäm‘ gleich seinen Willen,
doch so bildet sich die Welt zurück:
Keiner würde sich mehr plagen,
denn niemand hätte einen Grund zum Klagen!

Ochsen vor den schweren Karren spannen,
bis sie stöhnen unter ihrem allzu harten Joch –
dumme Kühe melken und die ach so vollen Kannen
in die hohen Häuser schleppen … ab, ins Loch
kommen alle, die nicht brav und ehrlich spuren wollen:
„Wir müssen tun, was wir tun sollen!“

Ja, nur Sklaventreiber, ohne tätiges Gewissen,
können uns die Zukunft krass bereiten …
Die Herden fürchten sich vor den Gebissen,
die sie, treu, in jene Pferche leiten,
aus denen einfach kein Entkommen möglich ist –
Mensch, sei bitte keinesfalls, was du von Geburt an bist:

frei!

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Kommentare

04. Nov 2019

Ein Gedicht, das auf kräftige Laute nicht verzichten will.
Großartig !
HG Olaf

04. Nov 2019

Klasse Gedicht und tolles Foto! (Würde sich auch gut als Buchcover) für Deine wunderbaren Gedichte eignen!
Liebe Grüße,

Angélique

05. Nov 2019

Hallo liebe Angéliqe!

Danke für den Tipp...
daran hab ich noch gar nicht gedacht.

Liebe Grüße
Alf

04. Nov 2019

Für unsere Narzissmusgesellschaft ist das ein ungewöhnliches Gedicht. Erleben wir den Abschied
vom EGO und geben einer ungeheuchelten Menschlichkeit wieder Raum ?
HG Olaf