Himmlische Märchen

von Willi Grigor
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Eine Milchstraßenfantasie

Sie zieht beständig ihre Bahnen,
wir merken's nicht, wir ziehn mit ihr.
Den Raum in ihr wir kaum erahnen,
den Abstand ihrer Mitt' bis hier.

Sie nimmt dem Himmel seine Schwärze,
verleiht im einen zarten Glanz.
Ein jedes Licht ist - wie die Kerze -
ein unentwegter, stummer Tanz.

Die Lichter brennen, unvorstellbar,
seit mehr als zehn Milliarden Jahr',
doch irgendwann sie alle sterben,
weil alles nur ein Märchen war.

Ein neues wird vielleicht geschrieben
von dem, der schöne Märchen kennt,
und Wesen werden wieder lieben
des Himmels Bahn, die milchig brennt.

© Willi Grigor, 2018
Natur

Siehe auch
literatpro.de/gedicht/150817/die-milchstrasse

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Kommentare

05. Feb 2018

Auch wenn Frau Krause Milch schwer hasst -
Sehr fein war Dein Gedicht verfasst!

LG Axel

05. Feb 2018

Auch wenn d i e Straße milchig ist,
eine schön're ich nicht wüsst.

Danke, Axel.

LG
Willi

06. Feb 2018

Danke für dieses Wort, Monika. In ihm ist alles enthalten.

Herzliche Grüße
Willi