Abendwind

von Michael Dahm
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Abendwind, Du frisches Kind,
wehtest übers Meer geschwind,
sahest Länder, sahest Sterne,
bringst mir Wehe nach der Ferne.

Einmal möcht ich mit Dir wehen,
möchte Ungesehenes sehen,
einmal durch den Himmel rauschen
und die Wolkenkissen bauschen.

Schiffe schieben, Mühlen treiben,
Dein Element mir einverleiben,
würde tosen, würde hauchen,
an den hohen Schloten schmauchen.

Und im letzten Sonnenglanz,
ist er dann vorbei, der Tanz,
Abendwind, Du müdes Kind,
im Dunkel sich ein andrer find'.

MD 07.04.2014

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