Spätherbstmorgen

von Michael Dahm
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Mit gelbem Stich, Kastanienblätter,
Pinselstrich gezählter Tage,
Bäume stehen im Nebelwetter
und es fällt die Sonnenwaage.

Rose welkt im stumpfen Schein,
nass geschwadet faules Heu,
vom Baume weht ein Federlein,
Im trüben Winde scheu.

Terassen leer und blank gefegt,
Sommer hängt im Gartenhaus,
Spätherbst hat sich drauf gelegt
und lässt ihn nicht mehr raus.

Von Ferne ruft das Kranichheer,
durch frühe Silberstund´,
ihr Abschied bringt bald Winter her,
und ´s Herz wird Sehnsuchtswund….

MD 2012

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