Wind

Bild von Soléa
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Es regt sich Leben –
überall Bewegung,
Äste der Bäume, wild gestikulierend,
gänzlich verrunzelt, liegt der See –
flatterhaft all Blätterwerk.

Oh, himmlischer Wind, mit deiner Kraft,
bringst Flötentöne der Erde bei!
In völlig unterschiedlichen Klängen,
dafür wurde es längst auch Zeit.

Gräser fuchteln unkontrolliert.
Staubtrockener Boden macht sich von dannen –
ist frei, lässt sich nicht mehr einfangen.

Doch stürmischer Wind –
warum heulst du nur so?
Machst dir wieder selber Angst?
Wäre ich kräftig, wie du, wär’ ich froh –
als Weltenbummler könnte ich alles umarmen.

Du wehst die grauen Gedanken fort,
jedes Segel bläht sich auf.
Windräder drehen, Mühlen mahlen –
Drachen steigen durch dich hinauf.

Und mir, lieber Wind, pfeifst du Lieder,
sachte und auch die mit Drum.
Deine Turbulenzen wirbeln mich auf,
zum Atmen ich dich will, ja brauch.

Bild: © Soléa P.

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Kommentare

06. Aug 2018

Feste Gestalten
Gestandene Gewalten
Verwurzelt im Leben
Erhoben zur Leichte
Gewaltfreies Wehen
Mit eben jener schönen Leichte
Eindringlicher Bilder beschrieben...

LG Yvonne

07. Aug 2018

… und dazu deine feine Worte –
sind wie Sahne, auf einer Torte.

Liebe Grüße
Soléa

06. Aug 2018

Wenn frische Winde durch die heißen Länder fegen,
sich Mensch und Tier bald wieder freudig regen ...
Und bringt der Wind dann auch noch Regen,
lebt die Natur auf - welch ein Segen!
Davon berichtet kraftvoll Dein Gedicht:
Es lobt den Wind, der kühn die Hitze bricht.

LG Annelie

07. Aug 2018

Er ist Chef der ganzen Sippe –
zieht, oder auch nicht, die Strippe …

Viele Morgengrüße
Soléa

06. Aug 2018

Hier macht die Krause ständig Wind!
(Was ich im Sommer praktisch find ...)

LG Axel

07. Aug 2018

Die Krause wird mir mehr und mehr sympathisch –
auch ihr Arbeitsverständnis finde ich langsam sehr praktisch.

Liebe Grüße
Soléa

07. Aug 2018

Der Wind, ja, der Wind, er weht, wo er will,
doch leider verhält er sich hier viel zu still ...

liebe Grüße aus einer überhitzten Stadt, die sich nach Wind sehnt - Marie

07. Aug 2018

Selbst dem Wind ist es zu warm.
Träge ist er, um nicht zu sagen, lahm.
Hat Deckung gesucht, vor diesem brennenden Licht.
Würde gerne wehen, doch traut sich noch nicht …

Liebe Grüße von einer bald überhitzten
Soléa