Eine Träne

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Mitglied

Oh du lichte
Schaumgeburt
des Geistes

Kristalline Gischt
zu Vollkommenheit
negiert im Spiegel sengt
dein Blick im Angesicht
auch glühender Sonnen

Wesenhafte Hoffnung
einer Begegnung im
Gefühl verlorenes Funkeln
Schiebt Wolken vor sich her

Erstarrt zu jener Zeit defekter
Uneindeutigkeit im Verlorenen
Glauben erlöschender Generation

Nur träumendes Spinnen
Unsichtbarer Fäden verwebt
Zu Hecken den Zauber der Dornen

im letzten Moment
Unbehütet verselbstständigt
Ein glitzernder Tropfen
Vertränte Silberspur
kristallisierter Rost

tröstlich umwindet
Gebundene Geister
verwundener Winter

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Kommentare

08. Jun 2018

Formvollendet, liebe Yvonne, und vom Anfang bis über die Mitte hinaus die Negation einer endgültigen Bejahung, dann ein schönes Einlenken, insbesondere mit den wunderbaren Worten der letzten beiden Verse, die besänftigend hinab ins Gemüt fallen. Ein sehr gutes Gedicht meiner Meinung nach - mit herrlich unverbrauchten Worten und Wendungen: "Gebundene Geister, verwundene Winter" krönen das Ende Deines hervorragenden Gedichts.

Liebe Grüße,
Annelie

08. Jun 2018

Welch eine Hommage! Und doch ist mein Schreiben zum großen Teil intuitiv, im Eindruck der Gefühle von Gelesenem, Gesehenem, Erlebtem, Manifestation von Gedankenspiel - bis Lyrik fließt, Gedanken sich in Versen ergießen - und wenn es dann bemerkenswerte Vorbilder gibt wie gewisse versilberte Einhorntränen...

Danke!

LG Yvonne

08. Jun 2018

Lichte Schaumgeburt des Geistes, schön, Yvonne, mmer wieder Deine besondere Sprache, sie hat so viele Facetten ...

liebe Grüße - Marie

08. Jun 2018

Genauso genieße ich die Deine und gebe dieses Kompliment gerne zurück!

LG Yvonne

10. Jun 2018

Zumindest im Ansatz bzw. bezüglich des Ansatzes im P.S. muss ich widersprechen!

Darüber hinaus - fehlen Worte, aus wenig wird mehr: Danke - sehr

LG Yvonne