Die Biedermeiers

von Soléa P.
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Floral das Muster der Tapete,
einem Rosengarten gleich.
Man kann die Blüten förmlich riechen,
das Rot sich leicht mit dem Seitenschal beißt.

Bilder hängen an den Wänden,
golden eingerahmt das Paar.
Angefertigt ist die Robe,
im Schick, von anno dazumal.

Nachmittagssonne bestrahlt die Idylle,
sorgt für einen hellen Kontrast.
Der Intarsien-Tisch Zimmers Mitte ziert,
samtene Sessel, Gemütlichkeit kreiert.

Edel und mit feinstem Muster
macht ein Knüpfteppich sich breit.
Er ist weich, wirkt unbezahlbar,
wer hier mal wohnte, war sichtlich reich.

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Interne Verweise

Kommentare

09. Feb 2020

Immer nur rein in die gute Stube:
Du flüchtest vor Krause, wie ich vermute …

Liebe Grüße
Soléa

09. Feb 2020

Eine Idylle der Vergangenheit, hoffentlich auch für ihre damaligen Bewohner. Bildreiche Verse, als ob die Zeit stehen geblieben wäre, findet mit lb.Grüssen zu Dir, Ingeborg

09. Feb 2020

Für manche bestimmt, liebe Ingeborg, war es doch auch eine Zeit, in der sich viel Neues im Aufbruch befand. Häuslichkeit fand einen neuen Stellenwert, es begann die Zeit der Lyrik und der Hausmusik und auch ein neuer Wohnstil hat sich durch Art und Verarbeitung bis heute gehalten.

Sei lieb gegrüßt
Soléa

09. Feb 2020

Mir scheint, Du hast Du ein Museum der Biedermeierzeit besucht, liebe Soléa. In den unruhigen und unsicheren Zeiten, in der wir grade leben, könnte man in sich diese friedliche Epoche zurücksehnen; Ideale waren Naturverbundenheit, Häuslichkeit und die Suche nach innerer Ruhe und Harmonie. Das strahlen auch die Möbel aus; ich habe einige von ihnen geerbt und genieße es, mitten zwischen ihnen zu leben; solide gebaut sind diese Einzelstücke – und sehr schön. Sie lassen sich gut mit dem Mobiliar der Jetztzeit kombinieren.

Liebe Grüße - Marie

09. Feb 2020

Liebe Marie, Erbstücke gibt es auch noch in meiner Familie, leider nicht bei mir. Eine Verwandte hat eine wunderschöne Kirschbaumvitrine und zwei Samt bezogene Ohrensessel. Ich las die Tage über diese Zeit, was mich zum schreiben inspirierte, vor allem auch, wie die Familie sich neu erfand und den Fokus mehr auf Harmonie verlagerte.

Herzliche Grüße
Soléa

09. Feb 2020

Doch die heutige Idylle,
ist es dann mal ause,
steht sie vor dem Hause
in der Gülle,..

LG Uwe

10. Feb 2020

Drum bewahre sich jeder im Haus die Idylle:
Gülle gibts schon genug, in Hülle und Fülle …

Liebe Grüße
Soléa

10. Feb 2020

Ich musste sofort an einen biografischen Roman über den Maler Spitzweg denken. Herrlich!

Liebe Grüße - Jürgen

12. Feb 2020

Hallo Jürgen, ich hab mal nachgeschaut im Netz und denke, es handelt sich dabei um das Buch „Sonntag in meinem Herzen“ von Asta Scheibs. Die Inhaltsangabe dazu hat mich neugierig gemacht, ich hab mir den Link abgespeichert!

Liebe Grüße
Soléa