In meinen Träumen

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In meinen Träumen

seh ich
das kichernde Kind,
die Freundin eng umschlungen,
in Mutters Küche, in Kirchen,
in stillen Winkeln stehen.

Seh ich
Männer in Soutanen
mit machtvollen Gesten
auf Kanzeln verweilen.
Visionen lassen leiden.

Seh ich
fern, unendlich fern
den Fluss ungezählter Tränen.
Treibgut der Gedanken,
heftig fortgeschwemmt.

Seh ich
die aufreißende Wolkendecke.
Leuchtendes Auffächern
des weißen Lichts.
Weckt Hoffnung. Gibt Glanz.

Seh ich
Stolpersteine der Unsicherheit.
Fallen der Beflissenheit.
Fortgeschafft durch Freiheit.

Seh ich
im Blick der Erfahrung
veredelte Vergangenheit
und geklärtes Leben.

Seh ich
geglücktes Freisein
von Plagen fremder Idologien.
Im Erwachen warten Glücksmomente.

10.06.2017

Interne Verweise

Kommentare

10. Jun 2017

Stimmt, lieber Axel.
Wenn es uns immer gelingt...
Danke für Deine Zeilen

und liebe Grüße in den Abend,
Monika

10. Jun 2017

Liebe Monika, dein Gedicht ist großartig. Besonders die letzten beiden Strophen gefallen mir außerordentlich gut. Gern erwacht man aus seinen Träumen, wenn Glücksmomente warten. Für solche Glücksmomente sollte man rechtzeitig - wie auch immer - den Boden bereiten.

Liebe Grüße,
Annelie

11. Jun 2017

Liebe Annelie, Deine Begeisterung ist umwerfend. Tausend Dank! Du hast mich mal wieder verstanden. Der lange Weg dahin... Welch eine Chance, Glücksmomente erleben zu dürfen. Allerdings als Ergebnis einer selbstgelenkten Entwicklung. Und diese Selbstlenkung bedeutet für mich "Freisein von Plagen fremder Ideologien". Liebe Annelie, Du hast das so schön ausgedrückt in Deinem letzten Satz. Und Dir wünsche ich Glücksmomente in den Sonntag hinein und weiter...
LG Monika

11. Jun 2017

Lieber Alf, die traumbewegte Innenschau schärft oft den Blick. Dein Kommentar bewegt mich. Herzlichen Dank für Dein Verstehen.
Und einen harmonischen, sonnendurchwirkten Tag.
LG Monika