BEGEGNUNGEN

von Thomas Brod
Mitglied

Begehe ich mal einen Pfad im Dunkeln,
erregen manch Gemüter mich – Gefühle.
Gespitzter lauschen Ohren dann dem Klang,
ertasten Finger blind verschiedne Formen,
geheimnisvoll verhext durch Lichter-Klau.
Nach hellen Blicken sich die Augen sehnen
und treffen doch auf Nacht statt einen Tag.
Naturgemäß lenkt dort des Geistes Seele
genügsam auf dem dunklen, stillen Weg.
Ermöglicht mir ein Treffen mit dem Freunde,
nimmt mir die Freuden nicht ein Träume-Dieb.

Akroteleuton © by Thomas Brod 2012

Was ich hier als einfache Blankverse geschrieben
habe, zeige ich als Bildanhang noch einmal etwas
anders gesetzt.

Hierbei handelt es sich um ein
Akroteleuton.
(aus griechisch: akros „Spitze“ und telos „Ende“)

Verbindung von Akrostichon und Telestichon:
Die Anfangsbuchstaben der Verse ergeben ein
Wort (von oben nach unten gelesen) und die
Endbuchstaben derselben Verse ergeben das
gleiche Wort (von unten nach oben gelesen).

Akroteleuton © by Thomas Brod 2012
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Interne Verweise

Kommentare

26. Aug 2019

Nee, nee, nee! Denn beim Dichten vergeudet du zu viel Lebenszeit, und beim Lesen schafft der Aufwand nicht Lustgewinn. Aber meine Anerkennung für dein Können hast du, lieber Thomas.
LG Uwe

27. Aug 2019

Nee, nee, nee, lieber Uwe. Lebenszeit kann man nur mit sinnlosen Dingen wie z.B. Alkohol, Drogen, Prügeleien etc. und den daraus entstehenden Folgen vergeuden, nicht aber mit kreativem Schaffen.

Meine „Begegnungen“ hier an dieser Stelle sind nur reine Blankverse (fünf Heber ohne Reimwörter) im dazu notwendigen jambischen Versmaß (unbeton-betont) und einer klaren deutschen Sprache.
Ich gebe aber gerne zu, dass die Wortwahl wohl überlegt, ausgewählt und verdichtet ist.

Erst gesetzt (als Bild unten) veranschaulichen meine Verse auf den zweiten Blick, welche Zwischenzeilengeheimnisse sich noch in Begegnungen verbergen können, was mit einer bloßen einfachen Erklärung nicht jeder sehen und verstehen würde.

Meine Lyrik ist nicht mal eben so beiläufig geschrieben und in Lyrik muss man sich hineinbegeben, als Schreiber wie auch Leser.

LG Thomas

27. Aug 2019

Hihi, vorzüglich gute Antwort auf meinen Versuchsballon "Nee, nee, nee", lieber Thomas! Außer dein letzter Satz: "Meine Lyrik ist nicht mal eben so beiläufig geschrieben..."
Wie ich das wohl meine, dieses "außer"?
Überlegst du es dir?
Na, ich deute es lieber an, bei Geschriebenem kommt es häufig zu Missverständnissen. Aber du hast es selbst ja geschrieben: "...gesetzt als Bild unten veranschaulichen meine Verse, welche Zwischenzeilengeheimnisse sich noch in Begegnungen verbergen können" - und vom
nur Lesen und nochmals vom Sehen war ich sehr angetan davon, was du so treibst und hab gestaunt., bitte glaub es mir.
LG Uwe