Zum Tagesende

von Robert K. Staege
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Ach, erschöpft vom Lebensstreite,
der so ausgelaugt mich hat,
steh‘ ich hier und schau ins Weite,
beinah bis zum Sterben matt.

Ich will ruhen von Geschäften,
die mich haben müd‘ gemacht.
Schlaf, versorge mich mit Kräften
in der stillen, dunklen Nacht!

Und wenn leis‘ der Tag aufsteiget,
Finsternis vergehet still,
hoff‘ ich, dass der Kampf wohl schweiget,
weil mein Herze Frieden will.

Sank dahin das Licht der Sterne,
und glänzt neu die Sonn‘ herein,
will zu neuem Leben gerne
gleichwohl ich gerüstet sein.

Geschrieben am 11. Juli 2019

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