Kapituliert!

von Soléa P.
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Still ist es in mir geworden,
die Zähne, die bissen, beißen nicht mehr.
Einst zettelte ich Rebellionen an
und das Wunderbare war,
ich glaubte noch daran.

Doch mein Kampfgeist hisst die weiße Fahne –
sah und sehe vieles chancenlos.
Und die Welt, in der ich leb',
merkt nicht einmal, wie ich langsam vergeh.

Die Kraft, mit der ich mich mal wehrte,
kapitulierte mit der Zeit.
Ich zappelte, doch auch vieles lehrte,
mit zu wenig Erfolg – und das tut mir so leid.

Nur manchmal regt sich Widerstand,
mein Ur-Ich, es kommt zutage.
Dann huscht ein Lächeln über mein Gesicht,
das freut mich sehr, aber mehr auch nicht.

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Kommentare

12. Sep 2019

Glaube ich dir ungesehen, lieber Alf!

Liebe Grüße
Soléa

11. Sep 2019

Das Leben schleift - und zwar enorm!
(Trotzdem ist sie noch da, die Form ...)

LG Axel

12. Sep 2019

Ja, die Form! Gewahrt muss sie auch bleiben:
hab keine Lust zum Schleifen …!

Liebe Grüße
Soléa

11. Sep 2019

Das UR-ICH geht uns wohl nie verloren -
denn damit wurden wir schließlich geboren ...

liebe Grüße - Marie

12. Sep 2019

Gewiss Marie, aber es wird müde:
genauso wie beim langen Laufen, meine Füße …

Sei lieb gegrüßt
Soléa

11. Sep 2019

...hier hat sich das lyr.Ich dem Älterwerden, natürlichen Veränderungen, ergeben. Nicht gut ist, dass " die Welt, in der ich leb`, merkt nicht einmal, wie ich langsam vergeh", leider. HG Ingeborg

12. Sep 2019

Du hast recht, liebe Ingeborg, das ist nicht gut! Vielleicht will man es nicht sehen, ignoriert es nach dem Motto „was ich nicht sehe, ist auch nicht da“? Auch wenn es in Richtung Selbstbetrug und Schönreden geht, auf Dauer kommt keiner, an egal welchen Tatsachen vorbei, denke ich.

Herzliche Morgengrüße zu dir
Soléa

12. Sep 2019

Die Leute erzählen sich, dass kurz vor dem Tod jeder Mensch eine kurze Lebensschau erhält, die i.d.R.
vier Minuten nicht überschreitet. Das kann VIEL, das kann WENIG sein. Wir wissen zu viel von dem,
was auf Erden nicht gelingt und zu wenig vom Ergebnis unserer eigenen Taten. Und dennoch glaube
ich: Taten allein tragen der Toten ewige Tafeln. Und da darfst du ganz beruhigt sein.
HG Olaf

13. Sep 2019

Dein Wort in Gottes Ohr, Olaf. Ich weiß nicht, wie groß meine Tafel mal sein wird,
nur unbedeutend, soll sie nicht sein:
ich wäre traurig und fände es gemein ;-)

Liebe Grüße
Soléa

13. Sep 2019

Das Problem heißt: Akzeptanz! Das Zulassen, nicht auf die Geschwindigkeit schauen sondern auf den Inhalt.
Aber auch das will gelernt sein und ist für sehr viele nicht einfach.

Liebe Grüße

Jürgen

13. Sep 2019

Das sagst du gut Jürgen, ich arbeite (immer) noch daran, es ist noch nicht ganz so, wie es sein sollte.

Liebe Grüße
Soléa

25. Sep 2019

Hallo Solèa,

das hast Du gut getroffen zum Bild . Ich kann mich den Vorgänger nur anschließen.

Liebe Grüße ilona

26. Sep 2019

Guten Morgen Ilona, ich danke dir!

Einen schönen Tag und viele Grüße
Soléa