Unterm Zigeunermond

von Annelie Kelch
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Willkommen, Nacht!
Willkommen, Mutter
aller Schicksalsgöttinnen:
Du stiller dunkler See,
wo Wahrheit Licht sät von
den Sternen und schwere Träume
fragmentarisch enden.

Willkommen, Nacht!
Geburt der schwarzen Schatten …
Du schweigst – dein dunkles Haar,
das sommers wild auf
Bäumen wächst, zerzaust
der Wind im Wahn
der Einsamkeit.

Willkommen, Rappe ...
mit den stillen Hufen.
Aus deinem Herzen sickert
schwarzes Blut in meine Fenster.
Ich fürcht' mich längst nicht mehr
vor dir und sehe doch – Gespenster ...

Willkommen, kleiner Tod,
der meinen Tag besiegt.
Biphasisch sterben wir
umschlungen auf dem Laken:
Gewächs mit Widerhaken ...
O Powernap unterm Zigeunermond.

Copyright: Annelie Kelch, Foto: pixabay
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Kommentare

12. Mär 2018

Dank, Axel, Dir, für Deinen Kommentar ...
Ich setze stark auf "meinen Affen";
mit ihm bin ich nach einem Powernap gelassen ...
und werde alles, alles schaffen.
Und kalkuliere ein die Fantasie, die meistens schmutzig ist,
den meisten Leuten fehlt Humor; sie kennen meist nur böse, dumme List.

LG Annelie

12. Mär 2018

Ein Powernap unterm Zigeunermond
ermöglicht uns hier, was in Träumen wohnt...

Viele Grüße
Thomas

12. Mär 2018

Was so in Träumen wohnt bei einem Powernap ...
greift wohl der Rapper auf - für seinen Rap.

Viele Grüße und danke für Deinen Kommentar,
Annelie

12. Mär 2018

Schön hast Du das Gedicht geschrieben -
Und der Affe ... einfach zum verlieben.

Herzliche Grüße zu dir nach Lübeck
Soléa

12. Mär 2018

Dank, Dir, liebe Soléa, für den klasse Kommentar;
der Affe mir gleich auf den ersten Blick sympathisch war.

Ganz liebe Grüße zu Dir nach France,
Annelie

12. Mär 2018

Krause scheint Typ "Gigantopithecus" zu sein!
(Da wirkt selbst ein Gorilla klein ...)

LG Axel

12. Mär 2018

King Kong (Gigantopithecus) - der größte Affe aller Zeiten sei längst ausgestorben?
Weshalb? - Er passte sich zu wenig an ... ? Ach, nicht nur das ist typisch für die Krause.
War bis 3 Meter groß und bis 500 Kilo schwer - mir schwant da was: Du kriegst bald einen Orden.
Bei Dir wohnt nämlich noch ein einzges Exemplar, nicht totzukriegen, lässt sich nimmer morden.
Nun freu Dich schon - wenn 's wirklich wahr sein sollte, gibt es eine Riesensause.

LG Annelie

12. Mär 2018

Jeder Schlaf - ein kleiner Tod.
Ein starkes Gedicht, das mich
sehr berührt, liebe Annelie.

Liebe Grüße nach Lübeck
in eine hoffentlich ungestörte Nacht
Marie.

13. Mär 2018

Die Nacht, hab Dank, liebe Marie, war ungestört,
doch brauche ich ein neues Schloss,
war wohl in meiner Wohnung wieder (!) ein Subjekt,
längst nicht so nett wie von Bonanza einst der dicke Hoss.
Und sollte danach noch was fehlen, gehe ich zur Polizei oder zur StA.
Das neue Schloss, es schmälert mein Budjet - so müssen die noch länger wohl ertragen:
MICH, die ohne Grund nie fies zu Nachbarn war.
Dank, lieb Marie, für Deinen Kommentar,
Annelie

13. Mär 2018

>Willkommen, Nacht!
Geburt der schwarzen Schatten …<
So wünschen wir den Schlaf herbei,
der uns erquickt, als kleiner Tod,
wie schon buddha ihn pries.
Danke für Dein so starkes Gedicht.

LG Monika

14. Mär 2018

Liebe Monika,
ganz herzlichen Dank für Deine guten Worte. Ich freue mich immer sehr
über Deine Kommentare - ganz besonders dann, wenn Dir ein
Gedicht von mir gut gefallen hat. Aber Deine lieben Kommentare fallen
immer positiv aus. Das gibt Mut zum Weitermachen.

Liebe Grüße zu Dir und Khalessi und einen wunderschönen Tag
euch beiden,
Annelie