Der Himmel muss riesig sein!

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Kapituliert
Das Leben
In Kammern verbannt
Ein Duft von Ewigkeit
Befreit

Der Friedhof Saint-Pierre in Marseille ist mit 63 ha einer der größten in Frankreich. Am 25. September 1855 wurde er eingeweiht, und die ersten Bestattungen fanden im Januar 1856 statt. Die offizielle Einweihung des Friedhofs ereignete sich am 30. Dezember 1863. Die Gräber beherbergen 187 000 Verstorbene und in der „Cathédrale du Silence“ ist in einem 8-stockigen Gebäude, das mich und Lupine eher an ein City-Hochhaus erinnerte, nochmals Platz für 190 000 Tote. Der Himmel muss riesig sein!

Bild: © Soléa/„Cathédrale du Silence“
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Kommentare

12. Aug 2020

Dass es das gibt, wusste ich nicht -
Höchst interessant drum, Dein Gedicht!

LG Axel

13. Aug 2020

Wir waren überrascht wie du:
beim Eintritt kam noch die Beklemmung dazu.

Liebe Grüße
Soléa

13. Aug 2020

Muss er wohl auch, bei den Dimensionen die waren und noch kommen …

Liebe Grüße
Soléa

12. Aug 2020

Die Gräber wachsen hier in den Himmel - im wahrsten Sinne des Wortes!
Danke, ich kannte das auch nicht.

Lebhaften Gruß, Monika

13. Aug 2020

Lupine und ich waren auch sehr überrascht, wir wussten von der „Kathedrale der Stille“, hatten aber kein Bild vor Augen und suchten optisch nach was anderem, bis wir feststellten, wir standen schon längst vor ihr und unser Blick ging gen Himmel…

Aus deinem lebhaften Gruß werden lebhafte Grüße
Soléa

12. Aug 2020

Interessante Geschichte liebe Soléa - danke fürs Aufzeigen - sie scheinen tatsächlich in den Himmel zu wachsen so wie Monika meint!

Herzlich liebe Grüße
Uschi

13. Aug 2020

Ja, so siehts aus, liebe Uschi, die in de 8ten Etage sind ihrem Ziel schon etwas näher. Was sich jedoch positiv geändert hat, ist das der Blumenschmuck, der Hitze geschuldet, immer weniger aus Plastik ist, man stellt jetzt immer mehr „Gestecke“ aus Porzellan auf, was würdiger anmutet.

Sei lieb gegrüßt
Soléa

12. Aug 2020

Ungewöhnlicher Bestattungsort, kannte ich noch nicht.
Sehr interessant. Von der Erde die Ewigkeit berühren...
HG , liebe Sole'a. Ingeborg

13. Aug 2020

„Von der Erde die Ewigkeit berühren“ wäre auch eine schöne Überschrift gewesen. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken und zu erfahren. So gibt es seit 1998 eine Online-Datenbank, in der die Verstorbenen registriert sind, darüber kann man dann ein gesuchtes Grab finden, es wird auf einer Karte angezeigt. Der Friedhof ist so groß, da braucht man einen Plan, oder sehr gute Orientierung.

Muntere und herzliche Grüße
Soléa

13. Aug 2020

Ein Wohnsilo für Hinterbliebene, gar nicht so abwegig möchte man meinen, aber irgendwie auch würdelos.
In Jerusalem musst du in die Tiefe fahren - auch sehr beeindruckend!

Beste Grüße - Jürgen

13. Aug 2020

Sag ichs mal so, es sah nicht einladend aus. Der Flur düster und dann in Reih und Glied und übereinander die Grabkammern. Eine war leer, innen sandig, mit leichtem Unrat, da hoffe ich doch auf unserem Minifriedhof im Miniort begraben zu werden, und falls mich keiner pflegen will/kann wünsche ich mir einen Schattenplatz mit echten Efeu. Die Gräber in Jerusalem hätte ich mir auch mal angeschaut, und auch die Atmosphäre auf mich wirken lassen aber, ob ich dort vorbei schaue, glaub ich eher nicht.

Liebe Grüße an den Weltenbummler
Soléa

13. Aug 2020

Hotelflair vom Feinten,, sähe der Laden nicht so leer aus.
Ein Fall für die Geisterseher !
HG Olaf

13. Aug 2020

Hotelflair vom Feinsten? Vielleicht für die eingetragenen Gäste. Solange sie in Frieden ruhen, darf auch ein Geisterseher vorbeischauen …

Liebe Grüße
Soléa

13. Aug 2020

Genau genommen frag ich mich das auch:
Es sieht nach Putzkolonne hinaus.

Liebe Grüße
Soléa

13. Aug 2020

Tote im Hochhaus, an heiligem Orte?
Wir sind wohl eine sonderbare Sorte! ;)

Herzliche Grüße
Ella

14. Aug 2020

Für Ebenerdig scheint wohl kein Platz,
zu viel von Blechlawinen zugeparkt,
würdevoll sieht für mich anders aus
aber, jeder Stadt ihr Totenhaus.

Sei lieb gegrüßt
Soléa

14. Aug 2020

Hoch interessant und neu für mich ... mein eigenes letztes Plätzchen suche ich mir aber an einm idyllischeren Ort ...

liebe Grüße - Marie

14. Aug 2020

Kann ich gut verstehen, liebe Marie! Marseille hat vielleicht nicht die Möglichkeit, alle so unterzubringen wie sie es wünschen und, ich denke da spielt auch das liebe Geld eine Rolle, wie überall. Auf diesem Friedhof ist rein optisch gesehen, alles vertreten. Vom Grab mit schlichter Holzeinfassung, über Denkmäler, Ehren und Kriegsgräber, Gruften und Urnenbestattung. Wenn ich hier sterbe, wo ich jetzt lebe, habe ich Idylle pur, liege dann dort, wo ich spazieren ging.

Sei lieb gegrüßt
Soléa