Guter Dinge gehe ich …

von Soléa P.
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Die kalte Luft lässt Bäume knarren.
Schritte knirschen im harschen Schnee.
In und an mir zieht sich alles zusammen,
als ein eisiger Wind mir entgegenschlägt.

Die Stille um mich, sie schmeichelt mir –
lasse sie sehnend an mich heran.
Auch der Winter macht Pläsier,
wir drei sind schlicht ein tolles Gespann.

Meine Gedanken – klar wie der Himmel,
nüchtern betracht ich, fühle mich frei.
Kein einziger Mensch auf den schmalen Straßen,
die untergehende Sonne schenkt treu Geleit.

Guter Dinge gehe ich,
voraus – und drehe mich nicht um.
Möchte nicht sehen, ob mir im Nacken was sitzt,
zum Rücksichtnehmen gibt es gerade keinen Grund.

Bild: © Soléa P.
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Kommentare

13. Sep 2019

Bilder erinnern an alte Zeiten:
man kann so schön Träumen und sich dabei verweilen …

Liebe Grüße
Soléa

12. Sep 2019

Stimmungsvoll, dein Winterspaziergang, liebe Soléa, in Text und einladendem Foto. Die letzte Strophe find` ich einfach nur gut!
Herzlich grüßt Dich Ingeborg

13. Sep 2019

Ein bisschen Egoismus muss auch sein, liebe Ingeborg. „Rücksicht“ ist ein großes Wort, aber es sollte nicht immer über allem stehen.

Sei lieb gegrüßt
Soléa

13. Sep 2019

Du bist dem Jahr ein Schritt voraus und stapft schon durch den Schnee ums Haus :-)

Ich erinnere mich sehr gerne an solche Spaziergänge. Ja, ich sehe das auch so: Der Winter macht Pläsier.

Grüße, Jürgen

13. Sep 2019

Das stimmt, den Herbst ließ ich links liegen
die Zeit lässt sich schriftlich so verschieben …

Ich mag auch den Winter, vor allem, wenn er trocken-kalt ist und mir die klare Luft den Kopf frei macht. Ich werde mich noch gedulden müssen und nehme den Herbst noch gerne mit.

Liebe Grüße
Soléa

13. Sep 2019

Wer möcht’ schon wissen, was im Nacken sitzt;
doch ich bin froh, dass noch nicht Winter ist …

liebe Grüße an Soléa
Marie

13. Sep 2019

Bis Winter ist es ja noch hin:
in wenigen Tagen ja erst der Herbst beginnt …

Sei lieb gegrüßt, Marie
Soléa