Seenot!

von bernd tunn tetje
Mitglied

Wetter launisch.
Sturm peitscht stark.
Auf dem Segler
wird es arg.

Das Schiff taumelt
in wilder See.
Durch Wolken
aus dichtem Schnee.

Ruder zerbrochen,
zerfetzte Segel.
Tief im Rumpf
steigt der Pegel.

Ist gnadenlos kalt.
Fast schon egal.
Nasse Klamotten
und keine Wahl.

Die Bärte vereist
in frostiger Luft.
Matrosen ahnen
grüngraue Gruft.

Gieriges Monster
als donnernde Wand.
Befördert das Schiff
in Neptuns Land.

Trügerische Ruhe.
Geendeter Kampf.
Planken und Körper
treiben im Hanf.

Rechtshinweis:
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich oder durch Copyright geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden.

Interne Verweise

Kommentare

12. Dez 2015

Die Tragödie hier
ist schön verpackt.
Dennoch siegt die See
im finalen Akt.

Schöne Grüße
Ben

26. Jan 2017

Da sehe ich mich gleich auf hoher See und es wird mir mulmig.
Ich werde es überstehen !
Feine Worte mit tiefem Sinn.
Gruß Volker