Der Mars

von Alf Glocker
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O Nacht, all deine Zeichen sind groß!
Ich erkenne die Sterne durch ihren Lauf.
Was sie verbergen in deinem Schoß,
das steigt jetzt so langsam in dir hinauf …
Und alles wird schonungslos sein:
Ja, der Mars schaut zum Fenster herein!

O Nacht, breite dein Tuch für die Erde.
Wir nehmen dich an als wie ein Gedicht.
Was aus uns in der Zukunft noch werde –
du verbirgst vor uns dein Gesicht …
du bist wie ein gespenstischer Schein:
Und der Mars schaut zum Fenster herein!

O Nacht, flüstre mit geheimen Stimmen.
Die Geister des Jenseits sind immer aktiv!
Wenn in dir die Konturen verschwimmen,
dann sind wir gefordert, die niemand rief.
Doch sind wir mit unseren Träumen allein:
Der Mars schaut zum Fenster herein!

O Nacht, verrate den Armen den Preis,
den das Leben verlangt, den wir bezahlen.
Wie hoch er wohl ist, wenn keiner es weiß?
Besteht er aus Glück oder ekligen Qualen?
Das Herz des Schicksals ist hart wie Stein:
Denn der Mars schaut zum Fenster herein!

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Kommentare

13. Aug 2018

Den Mars, der durch das Fenster blickt,
Beschriebst Du kunstvoll und geschickt!

LG Axel